Ex-Staatssekretär
Rezzo Schlauch plante Milliardendeals mit Teldafax

Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch vermittelte an Teldafax - inzwischen der größte Insolvenzfall Deutschlands - Milliardenkreditlinien und Kontakte zu Rohstoffhändlern.
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Der ehemalige grüne Staatssekretär Rezzo Schlauch gerät in den Sog des insolventen Skandalunternehmens Teldafax. Dem Handelsblatt (Freitagsausgabe) liegt ein umfangreicher Schriftverkehr zwischen Schlauch und Michael Josten vor, dem inzwischen inhaftierten ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Teldafax. Darin planen Schlauch und Josten umfangreiche Geschäfte mit Öl und Gas.

„Herr Josten, die First American Bank wird eine Kreditlinie von 4,6 Milliarden Dollar einrichten. Die Confirmation wird heute im Laufe des Abends kommen“, schrieb Schlauch am 14. Mai 2008 an Josten, der zum damaligen Zeitpunkt Aufsichtsratschef von Teldafax war. Fünf Tage später leitete Schlauch die Kontaktdaten von Teldafax an den griechischen Rohstoffhändler Nikolaos T. weiter und schrieb: „Das hier ist die Adresse von meiner Partnerfirma Teldafax. Sie und Ihr Klient können ihr absolut vertrauen.“ Er unterschrieb als: „Rechtsanwalt Rezzo Schlauch, Parlamentarischer Staatssekretär a.D.“

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Rezzo Schlauch plante Milliardendeals mit Teldafax

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Ex-Teldafax-Chef entging Haft durch Umzug in die Schweiz

Kommentare zu " Ex-Staatssekretär: Rezzo Schlauch plante Milliardendeals mit Teldafax"

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  • Tatsächlich unglaublich - mit welcher Häme hier aus dem Zusammenhang gerissene Zitate verwendet werden sollen, um einen verdienten Politiker zu diskreditieren. Mit "Liebedienerei" hat mein Einwand nichts zu tun, sondern mit dem Bemühen um Sachlichkeit. Ex post lässt sich immer Spot "konstruieren"...

  • "Als Grosssponsor von Bayer-
    Leverkusen genoss Teldafax zudem grosses öffentliches Ansehen...." das ist natürlich ein absolut überzeugendes und geradezu schlagendes Argument, für die Göttinger Gruppe war damals der populäre Mayer-Vorfelder tätig... unglaublich, zu welchen absurden Verrenkungen Liebedienerei fähig ist.

  • Wenn ich Ihren Artikel richtig interpretiere, hat R. Schlauch seinen
    Part bei den anvisierten Rohstoffgeschäften erfüllt. Er brachte mal
    die Finanzierung, mal den Käufer. Ich schliesse daraus, dass R.
    Schlauch exzellente Geschäftskontakte hat und - im Unterschied zu
    anderen - Geschäfte anbahnen kann. Sein Gegenpart versagte und hat ihn
    offenbar getäuscht- heute weiss man auch weshalb. Aber konnte man dies
    damals wissen? Gegen raffinierte Betrüger gibt es keinen Schutz -
    zumal das Handelsblatt selber Teldafax im Jahre 2009 ohne Vorbehalt
    zum besten Stromanbieter gekürt hatte. Als Grosssponsor von Bayer-
    Leverkusen genoss Teldafax zudem grosses öffentliches Ansehen. Was
    soll dieser Artikel - ausser den Versuch, einen populären Politiker zu
    diskreditieren? Von einem öffentlichem Interesse ist der Artikel
    jedenfalls nicht: Häme und Tratsch, mehr nicht.

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