Expansion auch in Deutschland
DLA und Piper Rudnick schmieden Großkanzlei

Bei den internationalen Anwaltskanzleien kommt es nach Jahren der Zurückhaltung wieder zu einer spektakulären Großfusion. Nach Informationen des Handelsblattes ist der Zusammenschluss der europäischen Anwaltskanzlei DLA, die seit kurzem auch Büros in Deutschland unterhält, mit der US-Sozietät Piper Rudnick unter Dach und Fach. Die Law Firm wird nach DLA-Angaben einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro machen und damit die viertgrößte Kanzlei der Welt sein.

DÜSSELDORF. „Die neue Sozietät wird 2 700 Anwälte beschäftigen“, sagte Ulrich Jüngst, Managing-Partner von DLA in Deutschland. Geplant sei, dass sie in Zukunft unter DLA Piper Rudnick firmieren werde. Die Zustimmung der Partner über das Zusammengehen ist laut Jüngst am Samstag erfolgt.

Der Zusammenschluss ist Teil der langsam wieder erwachenden Fusionstätigkeit – auch auf dem deutschen Kanzleimarkt. Nach einer Welle von Zusammenschlüssen in der Zeit des Börsenbooms in den Jahren 1999 und 2000, als sich Deutsche mit Briten und Amerikanern verbündeten, war diese Entwicklung mit der einsetzenden Wirtschaftskrise stark abgeebbt. Das Fehlen von Unternehmenskäufen und -zusammenschlüssen hatte die Sozietäten vor weiterem Wachstum zurückschrecken lassen.

Viele Großkanzleien sind hier zu Lande deshalb dazu übergegangen, ihren Blick wieder stärker auf das mittlere Segment zu richten, auf die Mittelstandsmandate. „Der Marktanteil von Topkanzleien in den hochprofitablen Tätigkeitsfeldern wächst“, sagt Christoph H. Vaagt, Geschäftsführer der Kanzleiberatung Hildebrandt. Die Mittelstandskanzleien spürten, dass sie entweder wachsen und sich besser positionieren müssten oder wichtige Mandanten verlieren würden.

Durch die neue Großfusion könnte dieser Druck weiter zunehmen. Denn DLA schielt auch auf den deutschen Markt. Die ursprünglich britische Kanzlei, die Büros in ganz Europa und Asien unterhält, hat erst vor wenigen Monaten Niederlassungen in Deutschland eröffnet. Neben dem Hamburger Büro mit abgeworbenen Advokaten der Sozietät Görg Rechtsanwälte und der Gründung einer Kölner Dependance mit einigen vorher bei Linklaters angestellten Anwälten soll im nächsten Jahr auch eine Frankfurter Filiale dazu kommen. München ist ebenfalls als Standort geplant. „Derzeit sind wir mit 30 Anwälten in Deutschland vertreten“, sagte Jüngst. Aber für unsere Strategie einer Full-Service Kanzlei müssten wir natürlich noch weitere Kollegen an Bord holen. Für Frankfurt sind zusätzlich 20 im Gespräch.

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