Expansion
Gerolsteiner will US-Amerikaner auf den Geschmack bringen

Während die Deutschen ihr Mineralwasser lieben, greifen die meisten US-Amerikaner zu Leitungswasser oder schlichtem Wasser in Flaschen. Gerolsteiner sieht seine Chance und greift auf dem amerikanischen Markt an.
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New YorkGerolsteiner-Chef Axel Dahm ist ganz ehrlich: „Bis jetzt ist Gerolsteiner in den USA eher ein Nischenprodukt.“ Um das zu ändern, hat er mehrere Dutzend amerikanische Journalisten in das angesagte Hotel „The Standard“ in Manhattan eingeladen. Bei Häppchen und reichlich Gerolsteiner erläutert er ihnen, warum sein Mineralwasser das beste der Welt sei. Er erzählt über die Quelle in der Eifel, über Mineralien und deren Auswirkungen auf den Geschmack und dass es Gerolsteiner gelungen sei, binnen weniger Jahre zum Marktführer bei Mineralwässern in Japan aufzusteigen. Diesen Erfolg will Dahm in den USA wiederholen.

Noch sieht die Bilanz in den Vereinigten Staaten bescheiden aus: Sieben Millionen Liter pro Jahr verschifft Gerolsteiner in das Riesenland, das ist gerade mal ein Prozent der gesamten Produktion. 95 Prozent trinken die Deutschen selbst. „Wir haben in den USA noch nie Geld verdient“, räumt Dahms unter vier Augen ein. Dabei ist sein Unternehmen nach seinen Worten seit zehn Jahren im größeren Umfang auf dem Markt vertreten. Ab 10 Millionen Liter lohne sich das Geschäft, schätzt Dahm. „Das ist nicht mehr so wahnsinnig weit weg.“ Die meisten Amerikaner trinken überhaupt kein Mineralwasser.

Entweder sie greifen zu Leitungswasser oder sie holen sich einfaches Flaschenwasser, zumeist ohne Kohlensäure. Zu den großen Marken gehören Poland Spring von Nestlé oder Dasani aus dem Hause Coca-Cola. Auch Evian von Danone findet sich im Supermarkt-Regal. Es wird schwer, gegen diese internationalen Lebensmittel-Multis anzutreten, das weiß auch Dahm. „Wir sind ein Familienunternehmen und wir machen nichts anderes als Wasser. Wir können uns keine großen Werbekampagnen leisten.“ Doch Dahm hat sich prominente Unterstützung geholt: den aus Österreich stammenden Sternekoch Kurt Gutenbrunner, der in New York fünf Restaurants betreibt. Er soll das Mineralwasser aus der Eifel unter seinen Gästen und seinen Kollegen bekannt machen. Wenn die Leute erstmal im Restaurant auf den Geschmack gekommen seien, würden sie Gerolsteiner auch im Supermarkt kaufen, so die Idee. „Wir sind auf Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen“, sagt Gerolsteiner-Chef Dahm.

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Wenn Mineralwasser, dann San Pellegrino

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