Expansion in Russland
Hermes wächst im Speditionsgeschäft

In russischen Großstädten sollen bis zu 400 Paket-Shops entstehen. Die steigende Zahl von Internetanschlüssen sorgt dort für einen Boom des Paketgeschäfts. Auch in Deutschland transportierte Hermes deutlich mehr Sendungen .
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Hamburg

Das zum Hamburger Versandhaus Otto gehörende Speditionsgeschäft von Hermes wächst dank des boomenden Internethandels stark und expandiert nun auch in Russland. In dem osteuropäischen Land sollen in den nächsten Monaten in mehreren Großstädten bis zu 400 Paket-Shops entstehen, wie die Hermes Logistik Gruppe am Donnerstag in Hamburg ankündigte.

Bisher wurde der Markt in der Hauptstadt Moskau in einigen Filialen getestet. Wachstumstreiber ist die steigende Zahl an Internetanschlüssen. Bis 2013 sollen nach Prognosen von Marktforschern 62 Millionen Russen und damit mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung das weltweite Netz nutzen können.

Neben dem Versandhandel des Mutterkonzerns tragen inzwischen auch immer mehr Aufträge von anderen Unternehmen zum Wachstum des DHL-Rivalen bei. "Immer mehr international agierende Distanzhändler vertrauen uns wesentliche Teile ihrer Wertschöpfungskette an", sagte Hermes-Chef Hanjo Schneider. Über die Zustellung an den Endkunden hinaus bietet die Otto-Tochter auch anderen Versandhändlern Warenbeschaffung und Qualitätskontrolle an.

In Deutschland transportierte Hermes im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 304 Millionen Sendungen, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Markt der Kurier-, Express- und Paketdienstleister insgesamt sei nur um sieben Prozent gewachsen. Um die Mengen zu bewältigen, baut Hermes sein Netzwerk weiter aus. In den kommenden Monaten sollen für 120 Millionen Euro 18 neue Niederlassungen entstehen. Das Paketgeschäft trägt mehr als die Hälfte zum Umsatz der Hermes Logistik Gruppe bei, der im Geschäftsjahr 2010/2011 (bis Ende Februar) um 18 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro kletterte.

Auch der Vorsteuergewinn sei deutlich gestiegen. Angaben zur Höhe machte das Unternehmen nicht. Hermes ist mit 29 Prozent weiter an der deutschen Tochter der niederländischen TNT, TNT Post, beteiligt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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