Expansion
Quiksilver drängt in deutsche Sportläden

Der amerikanische Sportkonzern Quiksilver will in Deutschland stark wachsen. Dazu will das Unternehmen eigene Läden aufbauen sowie Franchisenehmer gewinnen. Im Gegensatz zu Amerika, Frankreich und England ist Quiksilver hier zu Lande kaum vertreten.

MÜNCHEN. „Wir greifen an und wollen unsere Präsenz im Handel kräftig ausbauen“, sagte Deutschland-Chef Peter Knoll dem Handelsblatt. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt knapp 1,8 Mrd. Dollar gehört Quiksilver international zu den größten Sportunternehmen. Die kalifornische Firma kam vergangenes Jahr in die Schlagzeilen, als sie den angeschlagenen französischen Skihersteller Rossignol übernahm. Für Quiksilver ist der Wintersport Neuland, denn die Firma stand bisher vor allem für sportliche Surfmode.

Auf dem Heimatmarkt Amerika und in vielen anderen Ländern ist Quiksilver damit sehr erfolgreich. Deutschland hingegen stand bisher nicht im Fokus. Das soll sich jetzt ändern. Mit Peter Knoll hat Quiksilver vergangenes Jahr einen prominenten Deutschland-Chef engagiert. Der Manager war bis Herbst Chef der Ispo, der weltgrößten Sportmesse in München.

„Wir wollen enger, besser und zuverlässiger mit den Händlern zusammen arbeiten als bisher“, sagte Knoll. Quiksilver ist zwar schon heute in den großen Sportketten wie Karstadt Sport, Sport Scheck oder Intersport vertreten. Allerdings ist die Marke hier zu Lande noch wenig bekannt. Auch die Zahl der eigenen Läden ist gering. Nur in Berlin und München gibt es Quiksilver-Geschäfte, dazu noch einen Franchise-Shop in Leipzig.

Die Amerikaner treten allerdings gegen prominente einheimische Konkurrenz an. Der fränkische Sportkonzern Puma ist der wohl bekannteste Anbieter sportlichen Lifestyles. Darüber hinaus gibt es in Deutschland auch kleinere, trendige Sportmarken wie Chiemsee, die seit Jahren eingeführt sind und eine Vielzahl von Outdoor-Anbietern, die immer modischere Kollektionen anbieten.

Quiksilver will sich jetzt verstärkt auf deutsche Kunden einstellen. Denn Surfmode aus Kalifornien ist im Winter zwischen Ostsee und Alpen kaum gefragt. Knoll: „Unsere Kollektionen werden wir künftig noch mehr an die klimatischen Konditionen und die unterschiedlichen Styles und Bedürfnisse im Norden und Osten Europas anpassen. Davon versprechen wir uns weitere Impulse.“

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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