Experten sehen viele Firmen unzureichend auf neue Rechnungslegung vorbereitet
Unternehmen laufen bei der Umstellung auf IAS in Zeitfalle

Viele Unternehmen in Europa haben sich noch nicht ausreichend darauf vorbereitet, ihre Rechnungslegung 2005 auf die international vereinbarten Normen IAS/IFRS umzustellen.

DÜSSELDORF. Das zeigt eine europaweite Umfrage der französischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars unter 435 umstellungspflichtigen Gesellschaften. Die Studie hat ergeben, dass bislang nur jedes dritte der befragten Unternehmen die notwendige Simulation seiner Abschlüsse nach IAS-Normen vorgenommen hat.

Auch deutsche Unternehmen seien noch nicht ausreichend vorbereitet, sagt Mazars-Bilanzexperte Jean-Paul Stevenad. Für sie werde es jetzt höchste Zeit, denn schon die diesjährige Eröffnungsbilanz spiele bei der Umstellung eine große Rolle. Schließlich brauchen die Unternehmen für den Abschluss 2005 die Vergleichszahlen von 2004. Den Zeitpunkt, dafür zu sorgen, habe ein Großteil der Gesellschaften aber bereits verpasst. Mazars hat für die Studie sowohl direkt von der Änderung der Rechnungslegung betroffene börsennotierte als auch nicht börsennotierte Unternehmen befragt, die früher oder später ebenfalls die Auswirkungen der Umstellung auf IAS zu spüren bekommen werden.

Auch das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) findet, dass es für die unvorbereiteten Gesellschaften schon „fünf vor Zwölf“ ist. Sofern die Unternehmen nicht bereits nach IAS Rechnung legten, sei es höchste Zeit, mit der Anpassung zu beginnen, sagte der Sprecher des Vorstands der Interessenvertretung, Klaus-Peter Naumann, dem Handelsblatt.

Norbert Lüdenbach von der BDO Deutsche Warentreuhand AG bekräftigt, dass die Vorbereitungen bereits Mitte vergangenen Jahres hätten beginnen müssen. „Wer ab 2005 in IAS bilanzieren will, braucht dafür einen Vorlauf für Schulungen und EDV-Anpassung.“

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