Experten warnen vor Überbewertung der Oktober-Zahlen
Neue Hoffnung im Einzelhandel

Nach der miserablen Bilanz für das erste Halbjahr 2004 weckt ein Umsatzplus im Oktober neue Hoffnungen im Einzelhandel. Die Branchenverbände erwarten nun, dass die Verbraucher mit ihren Weihnachtseinkäufen der Binnenwirtschaft etwas mehr Schwung verleihen.

HB BERLIN. Nach einem leichten Rückgang im September stiegen die Umsätze kalender- und saisonbereinigt und ohne Preisveränderungen (real) um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch erklärte. „Das macht Hoffnung, dass der private Verbrauch im vierten Quartal nicht zurückgeht, wie viele wegen des hohen Ölpreises befürchtet hatten“, sagte Ralph Solveen von der Commerzbank.

Die Branchenverbände HDE und BAG zeigten sich optimistisch, dass die November-Umsätze im Vorjahresvergleich anders als im Oktober zulegten. Die Einzelhändler setzen vor allem auf das Weihnachtsgeschäft, um das erwartete Minus im Gesamtjahr in Grenzen zu halten.

Von Reuters befragte Analysten hatten für Oktober einen leichten Umsatzrückgang erwartet. Trotz des Anstiegs zum September verkaufte die Branche real 3,7 Prozent weniger als im Oktober 2003 und lag damit im vierten Monat in Folge unter dem jeweiligen Vorjahresergebnis. Solveen vermutete, dass der Rückgang zum Vorjahr für die schlechte Stimmung in der Branche verantwortlich ist, die das Ifo-Institut bei seiner jüngsten Umfrage feststellte. Der Handel selbst schaut vor allem auf das nominale Ergebnis zum Vorjahr, da für ihn letztlich zählt, wie viel Geld in der Kasse gelandet ist. Dementsprechend bezeichnete ein HDE-Sprecher das Oktober-Ergebnis als negative Überraschung: „Wir wussten, dass im Oktober nicht zu viel erwarten war. Aber das ist heftig.“ Der November werde wahrscheinlich besser. „Seit der zweiten Novemberhälfte haben die Umsätze deutlich angezogen, vor allem am Wochenende.“ Beim Verband BAG hieß es, nach Einschätzung der Branche habe es im November im Schnitt ein Umsatzplus von 1,5 Prozent zum Vorjahr gegeben.

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