Expertenschätzung
Schlecker-Insolvenzverwalter bekommen 15 Millionen Euro

Die Insolvenzverwalter von Schlecker und Ihr Platz werden wohl rund 15 Millionen Euro mit ihrer Arbeit verdienen - so Experten. Der Ihr-Platz-Verwalter bestätigt: Die wirkliche Summe sei der Schätzung „sehr ähnlich“.
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EhingenDie Insolvenzverwalter der pleitegegangenen Drogeriemarktketten Schlecker und Ihr Platz könnten eine Vergütung von rund 15 Millionen Euro für ihre Arbeit bekommen. Diese Expertenschätzung habe die Neu-Ulmer Kanzlei Schneider & Geiwitz der Höhe nach bestätigt, berichteten die „Stuttgarter Nachrichten“. Am Ende werde ein Betrag herauskommen, der dieser Schätzung „sehr ähnlich ist“, sagte Ihr-Platz-Verwalter Werner Schneider. „Für unsere Vergütung gibt es einen gesetzlichen Rahmen.“

Am Freitag hatte Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit Spanien die letzte verbliebene Schlecker-Tochter an das Einzelhandelsunternehmen Distribuidora Internacional de Alimentación (DIA) verkauft. Mit dem Kaufpreis von 70,5 Millionen sei er zufrieden, sagte er der Zeitung. Trotzdem machte er den Gläubigern keine große Hoffnung. Bislang sei nicht klar, ob ihre Forderungen teilweise bedient werden könnten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Expertenschätzung: Schlecker-Insolvenzverwalter bekommen 15 Millionen Euro"

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  • Das ist ein Skandal!
    Und die Schleckerfrauen gehen leer aus.

  • Hier erübrigt sich tatsächlich jede Diskussion um Niedriglöhne. Da hat sich der Einsatz der Familie Schlecker und deren Angestellter nach dem Motto: "Wer zuletzt kommt, kassiert am besten, gelohnt."

    Wie müssen sich die arbeitslosen Mitarbeiter und auch die Familie Schlecker angesichts solcher Meldungen und dem den letzteren unterstellten Insolvenzbetrug fühlen.

    Den Rahmen und die Möglichkeiten dieser lukrativen Verdienstnische hat unser Staat innerhalb seiner Bestimmungen über die Abwicklung einer Insolvenz geschaffen. War hier eine Lobby mit den Damen und Herren von der Gewerkschaft einig, seltsamerweise verhält sich die sonst so lautstarke Arbeitnehmervertretung in solchen Fällen erstaunlich ruhig.

  • Das gehört in eine Honorarleistung umgewandelt und nicht nach der Insolvenzmasse bemessen.
    Die gleichen Abzocker gibt es auch unte notaren, dort wird auch nach Gegenstandswert die Gebühr "errechnet".
    Feudalsystem pur, sicher alle treue FDP-Wähler.

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