Expressgeschäft
Post forciert Stellenabbau in den USA

Bei der Deutschen Post steht eine Entscheidung über die Strategie im verlustreichen US-Expressgeschäft an. Auf dem Spiel stehen rund 20 000 Arbeitsplätze bei der Post und noch einmal so viele bei Partnern des Unternehmens.

HB BERLIN. Die Deutsche Post will ihren Stellenabbau im hochdefizitären US-Expressgeschäft vorantreiben. Der Konzern will die Pläne am Montag in Bonn bei der Vorlage der Quartalszahlen vorstellen. Eine Sprecherin hatte bereits angekündigt, auch die Restrukturierung des US-Verteilnetzes der Post am Boden solle beschleunigt werden. Darüber hinaus hatte der Konzern bereits einen Abbau seiner Kapazitäten für Transporte per Flugzeug angekündigt. Dazu stehe der Konzern in Verhandlungen mit dem Konkurrenten UPS.

Die Post erwartet nach früheren Angaben allein im diesem Jahr 1,3 Mrd. Euro Verlust im US-Expressgeschäft und hatte kürzlich bereits ihre Gewinnerwartung für 2008 senken müssen sowie ihre Prognose für das kommende Jahr kassiert. In Konzernkreisen war nicht mehr ausgeschlossen worden, dass sich die Post weitgehend aus dem Expressgeschäft in den USA zurückzieht. Die direkten Auslieferungen an die Kunden sollten nur noch in Großstädten und Ballungsgebieten von der Post betrieben werden. Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zufolge" sind durch die Kürzungen 40 000 Arbeitsplätze in den USA gefährdet: 20 000 direkt bei der Post und die übrigen bei Partnern des Unternehmens. Eine Postsprecherin wollte sich zu den Zahlen nicht äußern.

Die Deutsche Post fährt im Expressgeschäft in Nordamerika seit Jahren rote Zahlen ein. Ende Oktober kündigte sie bereits an, die Sanierung des Bereichs zu beschleunigen. Dabei schloss sie auch tiefere Einschnitte nicht aus. Von einer Kooperation mit UPS wären allein am DHL-Luftfrachtdrehkreuz in Wilmington im Bundesstaat Ohio rund 8 000 Stellen gefährdet. Die Pläne waren deshalb auch Thema im kürzlich zu Ende gegangenen US-Wahlkampf.

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