Familienbetriebe
Neuer Präsident der Spediteure fährt gegen die Krise an

Die Hannoveraner Spedition Krage baut zurzeit zwar Arbeitsplätze ab. Gleichzeitig investiert das Familienunternehmen, das bereits in vierter Generation geführt wird, aber in einen neuen Standort. Von einer Übernahme durch Großspeditionen will Firmenchef Mathias Krage nichts wissen.
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DÜSSELDORF.

Mathias Krage kann die Frage nicht mehr hören: Ist die Hannoveraner Spedition Krage die nächste mittelständische Spedition, die von Kühne + Nagel oder dem dänischen Speditionskonzern DSV übernommen wird?

"Zu einer Ehe gehören immer zwei", sagt der 52-jährige Familienunternehmer aus Hannover, "einer der heiraten will und einer der Ja sagen muss." Die Antwort des gerade frisch gekürten Präsidenten des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes DSLV klingt auf den ersten Blick ein wenig sibyllinisch. Krage mit Standorten Hannover, Potsdam und Schwanebeck bei Halberstadt ist einer der starken mittelständischen Partner in der Stückgutkooperation IDS. Sowohl Kühne + Nagel als auch die dänische DSV haben sich durch die Übernahme mehrerer IDS-Partner in den Verbund eingekauft und wollen weitere Partner übernehmen.

Doch Mathias Krage, der sich die Führung des Unternehmens mit seinem Bruder Joachim teilt, ist Familienunternehmer aus Überzeugung und will das wohl auch bleiben. Krage wurde 1919 von Albert Krage sen. im niedersächsischen Rodewald gegründet. Heute steht die dritte Generation an der Spitze und die vierte arbeitet mit dem Sohn seines Bruders bereits im Unternehmen. Die in vielen Fällen bestehende Nachfolgeproblematik gibt es nicht - die Brüder Mathias und Joachim sowie ihre Schwester haben bereits neun Nachkommen. "Wir wollen weiterhin ein Familienunternehmen sein", weist Krage die Spekulationen über einen Einstieg der Großspeditionen zurück.

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