Farbenpracht und Importe aus Asien
Schuhmode schont das Portemonnaie

Die deutschen Verbraucher müssen im kommenden Jahr für Schuhe nicht tiefer in die Geldbörse greifen. Händler wollen ihr Angebot im mittleren und unteren Preissegment sogar noch vergrößern. Angesagt im nächsten Jahr sind die Farben Pink, Orange und Grün.

HB DÜSSELDORF. Die deutschen Verbraucher können mit stabilen Schuhpreisen im kommenden Jahr rechnen. Die Abgabepreise der Industrie an den Einzelhandel seien nicht gestiegen, sagte das Vorstandsmitglied der Verbundgruppe Garant Schuh + Mode AG, Erika Reinhard, am Montag im Vorfeld der weltgrößten Schuhfachmesse GDS in Düsseldorf. Vom 18. bis 21. September zeigen in Düsseldorf gut 1500 Aussteller die Modelle für Frühjahr und Sommer 2004. Viele Händler bauten ihr Warenangebot in den mittleren und unteren Preislagen aus

.

Die deutschen Schuhregale würden mit den neuen Modellen bunter. So seien Blumenmuster ein beliebtes Motiv der Hersteller, schilderte Reinhard. Ähnlich wie in der Oberbekleidung lebe jetzt auch bei den Schuhen das Design der 60er und 70er Jahre wieder auf. Die große Frage bei den Damenschuhen, runde oder spitze Schuhform, müssten die Käuferinnen selbst beantworten. Spitze Schuhe würden nach wie vor zu weiten Hosen gern genommen, runde Formen eher zu kurzen Röcken. Pink, Orange und Grün seien Trendfarben 2004, aber auch Silber und Weiß.

Ein Renner sollen 2004 sportliche Schuhmodelle bei Frauen und Männern bleiben. So böten Hersteller Modelle an, die Boxerstiefeln und Rennschuhen glichen. Auch Streifen an den Schuhen seien oft zu sehen. Flexible Sohlen und weiches Obermaterial gehörten ebenso zu den Trends im Frühjahr und Sommer 2004. Da zahlreiche Schuhhändler im ersten Halbjahr 2003 zunächst ihre Lagerbestände deutlich reduziert hätten, werden in der Branche auch noch einige Nachbestellungen für die derzeit laufende Herbst- und Wintersaison 2003/2004 erwartet.

Bereits mehr als jedes dritte in Deutschland verkaufte Schuhpaar sei in Asien gefertigt worden, sagte GDS-Messebereichsleiter Frank Hartmann. Mit dem Vormarsch der Schuhe aus Niedriglohnländern kämen Produzenten in Westeuropa unter Druck. Die deutschen Schuhimporte aus Italien seien 2003 um ein Sechstel geschrumpft. Der Weltmarktanteil asiatischer Hersteller liege schon bei 75 Prozent. Für Verbraucher sei der Trend auf den ersten Blick kaum erkennbar. Oftmals komme das Design aus Europa. Auch Rohstoffe stammten aus den gleichen Quellen.

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