Fast alle Medien im Plus
Konjunktur beflügelt deutschen Werbemarkt

Fast alle Medien verzeichnen dank guter Konjunktur derzeit einen Werbegewinn. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft prognostiziert für das laufende Jahr einen Zuwachs der Werbeaufwendungen von bis zu zwei Prozent. Von einem nachhaltigen Wachstum spricht aber noch niemand.

DÜSSELDORF. Der Werbemarkt in Deutschland wird dank der anziehenden Konjunktur auch in diesem Jahr weiter wachsen. Wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) am gestrigen Dienstag in Berlin mitteilte, kann die Branche 2007 mit einem Zuwachs der Werbeaufwendungen von bis zu zwei Prozent rechnen. Bereits im vergangenen Jahr legten die Werbeinvestitionen um 2,1 Prozent zu und lagen insgesamt bei 30,23 Mrd. Euro.

Der ZAW ist die Dachorganisatinon von 42 Werbeverbänden. In seiner Marktstatistik erfasst der Verband die gesamten Ausgaben für Werbung. Dazu zählen die Einnahmen, die die Medien für Werbung erhalten, die Honorare sowie die Werbemittelproduktion. Im vergangenen Jahr entfielen 20,35 Mrd. Euro des Werbemarktes auf die Netto-Einnahmen der Medien. Damit stieg ihr Werbegeschäft um 2,6 Prozent – doppelt so viel wie noch im Vorjahr.

Fast alle Medien lagen laut ZAW im Plus. Die Tageszeitungen haben die Einnahmeschwäche des Vorjahres (minus 0,6 Prozent) überwunden und legten wieder um 1,3 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro zu. Damit bleiben Tageszeitungen die Mediengattung mit den meisten Werbeerlösen. Ebenfalls erfolgreich hat sich das Werbegeschäft der Fernsehsender mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro entwickelt. Zu diesem positiven Ergebnis habe vor allem die Fußball-Weltmeisterschaft beigetragen, sagte ZAW-Chef Hans-Henning Wiegmann. Vielen Unkenrufen zum Trotz scheinen sich die traditionellen Medien zu behaupten: „Zwar wird der Anteil der gedruckten Medien im Verlauf der Jahre etwas zurückgehen, Massenkommunikation bleibt aber auch in Zukunft integraler Bestandteil der Unternehmenswerbung“, sagte Wiegmann.

Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Onlinemedien: Sie wuchsen um 50 Prozent – allerdings von einem niedrigen Niveau ausgehend. Mit Werbeerlösen von insgesamt 495 Mill. Euro liegen sie noch hinter den Einnahmen der Außenwerbung und des Hörfunks.

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