Fast-Food im Wandel
Die neuen Konkurrenten von Burger King

Nicht nur der Hygiene-Skandal setzt Burger King zu: Die großen Fast-Food-Konzerne verlieren zunehmend Kunden an Konkurrenten mit neuen Angeboten. Wer den Burger-Imperien gefährlich werden kann.
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DüsseldorfEigentlich ist Burger King schon immer nur hinterher gelaufen. Seit Jahrzehnten hat es das Fast-Food-Unternehmen nicht aus dem Schatten von McDonald’s heraus geschafft. Seitdem es Subway, Starbucks und Co. gibt, ist die Burger-Kette weltweit nicht einmal mehr die Nummer zwei der Branche. Und in Deutschland hat Burger King derzeit gegen einen noch viel größeren Rivalen das Nachsehen: seine eigene Reputation. Die nämlich droht der Konzern gänzlich zu verspielen. Einblick in den Verfall einer Marke.

Als im April Berichte über eklatante Missstände in mehreren Filialen die Runde machten, hat das Burger King eine verheerende Image-Krise eingebrockt. Unter ihr leidet das Unternehmen bis heute. Auch weil die Hygiene-Mängel in mehreren Filialen weiterhin bestehen - auch sieben Monate nach den ersten Enthüllungen. Das zeigt eine neue RTL-Reportage der Journalisten um Günther Wallraff. Den dafür verantwortlichen Franchisenehmer hatte Burger King bereits in der vergangenen Woche vor die Tür gesetzt.

Doch nicht nur in Deutschland hat Burger King Probleme. Anfang des Monats veröffentlichte der Konzern weltweite Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz zwar um 1,4 Prozent auf 279 Millionen Dollar (223 Millionen Euro). Tatsächlich hat er sich damit aber lediglich stabilisiert, mehr nicht. Zum Vergleich: Im gesamten Geschäftsjahr 2013 war er um 58 Prozent auf 1,14 Milliarden Dollar (911 Millionen Euro) geschrumpft. Aus diesem Grund hatten Experten in diesem Quartal einen deutlich höheren Zuwachs erwartet.

Noch kritischer sieht die Lage beim Nettogewinn aus. Dort verbuchte Burger King in den vergangenen drei Monaten 23,5 Millionen Dollar (18,7 Millionen Euro) Verlust. Ein Minus von 134,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als eine der Schwachstellen nannte das Unternehmen ausdrücklich den deutschen Markt.

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  • In einem Kilometer Luftlinie von mir entfernt ist ein McDonalds. Dadurch, daß der direkt neben der Autobahn ist, ist die McDrive-Zeile fast immer voll. Aber sonst? Katastrophe. Ich war einmal drin - das Ambiente ist gefängnismäßig (mit Maschendrahtzaun als Abtrenner), das Licht ist kalt, das Publikum unterschichtig und fett. Da geh ich nie mehr rein. Was für ein Unterschied nachmittags beim Bäcker.

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