Fastfood
Burger King wird das Rindfleisch zu teuer

In den USA verkauft die Fastfood-Kette Burger King einen ihrer Burger von sofort an mit einem neuem Belag. Den Klassiker „Big King“ gibt es nun auch ohne Rindfleisch. Der Grund ist einfach: Die neue Zutat ist billiger.
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ChicagoDie Rindfleisch-Preise in den USA kennen in den vergangenen Monaten nur eine Richtung – nach oben. Regelmäßig erreichen die Preise für Lebendrinder neue Hochstände, auch Endverbraucher müssen tief in die Tasche greifen. Ein amerikanisches Pfund (453 Gramm) frisches Rindfleisch kostete im ersten Quartal im Supermarkt durchschnittlich 5,22 Dollar, vor fünf Jahren waren es noch weniger als vier Dollar.

Eine Folge des Preisanstiegs: Die Fastfood-Kette Burger King verabschiedet sich teilweise vom Rindfleisch. Den Burger „Big King“ – das Konkurrenzprodukt zum Big Mäc von McDonald's – wird es ab dem Osterwochenende landesweit nicht nur mit Rindfleisch, sondern auch mit Hühnchen geben. Nach erfolgreichen Tests in einzelnen Märkten habe man sich dazu entscheiden, sagte der Nordamerika-Chef Alex Macedo im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Unter anderem im US-Bundesstaat Indiana hatten Tests stattgefunden und dort sei das neue Produkt extrem erfolgreich gelaufen.

„Mit den anziehenden Rindfleisch-Preisen über die vergangenen etwa 20 Jahre ist auch der Verbrauch zurückgegangen“, so Macedo. „Hühnchen legt im Verbrauch deutlich zu.“ Die jüngsten Preisanstiege beim Rindfleisch sind zum Teil auf Trockenperioden im Mittleren Westen der USA zurück zu führen.

Der neue Burger wird zwar zum Preis von 3,59 Dollar eingeführt und damit nur zehn Cent günstiger sein als die Rindfleisch-Variante. Aber zum einen wird der Burger in einem Angebot-Paket („Zwei zum Preis von fünf Dollar“) beworben. Zum anderen dürfte die Gewinnspanne für Burger King höher sein. Denn auch wenn die Hühner-Preise ebenfalls angezogen sind, kostet Hähnchenbrust in den USA derzeit ein Drittel weniger als Rindfleisch.

In den vergangenen Quartalen haben auch andere Fastfood-Ketten das Huhn für sich entdeckt. So schraubten McDonald's und Co. die Werbeausgaben für Hühnchen-Burger in die Höhe. Die Großhandelspreise für Rindfleisch sind um 51 Prozent in den vergangenen fünf Jahren gestiegen.

Eine Einführung des „Chicken Big King“ in Deutschland ist derzeit nicht geplant, so das Unternehmen auf Nachfrage von Handelsblatt Online.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Jetzt fressen die Chinesen also auch schon den Amis die Lebensmittel weg.

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