Fastfood-Kette
Der Inder, der gegen McDonald's rebelliert

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Der Burger-Streit könnte noch Jahre andauern

Nach langen Streitereien ließ McDonald's ihn 2013 von der Spitze des Joint Ventures absetzen. Er kämpfte sich jedoch zurück: In diesem Sommer setzte die Justizbehörde NCLT Bakshi wieder als Geschäftsführer ein – und ordnete McDonald's an, die Geschäfte des Unternehmens nicht mehr zu stören.

Die daraufhin folgende Kündigung des Franchisevertrags hält Bakshi für unrechtmäßig und klagt dagegen vor Gericht. Er wirft McDonald's vor, eine feindliche Übernahme anzustreben.

Der Fastfood-Konzern bestreitet das und versucht mit juristischen Mitteln, den Inder am weiteren Burgerverkauf zu hindern. „Wir werden weiterhin Maßnahmen treffen, um unsere rechtlichen und vertraglichen Rechte durchzusetzen“, teilt das Unternehmen mit.

Doch eine endgültige Klärung des Streits könnte noch lange dauern. Indiens Justizbehörden sind heillos überlastet. Verträge vor Gericht durchzusetzen dauert auf dem Subkontinent laut einer Studie der Weltbank im Durchschnitt fast vier Jahre.

McDonald's versucht, Bakshis Geschäfte deshalb auch mit anderen Methoden zu stoppen. So wendete sich das Unternehmen an alle Zulieferer und verkündete schriftlich das Ende der Geschäftsbeziehungen mit Bakshi. „Es wird indirekt Druck ausgeübt, die Lieferungen zu stoppen“, klagte der Unternehmer. Bisher ist es ihm aber offenbar gelungen, die Lieferkette im Großen und Ganzen aufrechtzuerhalten.

Über vereinzelt ausverkaufte Produkte und fehlende Zutaten sehen die Kunden noch hinweg. „Kein Zulieferer will die Geschäfte mit uns stoppen“, erklärt Bakshi. Denn sein Unternehmen sei bei den meisten Lieferanten der wichtigste Kunde.

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Mathias Peer
Mathias Peer
Wirtschaftspresse Bangkok / Auslandskorrespondent

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