„Feiner Zug der Bahn“
E-Mail-Benachrichtigung bei Zugverspätung

Ein neuer Service der Bahn verspricht zwar nicht weniger Zugverspätungen. Doch soll man nicht mehr erst am Gleis von der Verspätung erfahren, sondern schon vorher - per E-Mail. Das gilt jedoch nicht für alle.
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BerlinDie Bahn will Kunden ab sofort per E-Mail Bescheid geben, wenn sich ihr Zug verspätet. Das Pilot-Projekt kündigte das Unternehmen am Sonntag auf seiner Internetseite an. E-Mails soll es frühestens zwei Stunden vor Reisebeginn geben, wenn ein Zug mehr als zehn Minuten zu spät kommt, wenn eine Anschlussverbindung möglicherweise nicht erreicht wird oder wenn ein Halt oder der Zug ausfallen.

„Wer dann bereits auf dem Weg zum Bahnhof ist, kann sich entspannen. Wer noch zu Hause ist, kann vielleicht noch eine Tasse Kaffee trinken“, sagte der Personenverkehrsvorstand der Bahn, Ulrich, Homburg, der „Süddeutschen Zeitung“.

Verbraucherschützer finden das Projekt gut.Mir wäre zwar lieber, wenn es gar nicht erst zu Verspätungen käme, sagte der Verkehrsexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, der Zeitung.Aber das ist doch mal ein feiner Zug der Bahn.

Voraussetzung für den Service ist, dass Kunden im Internet buchen, dort die entsprechende Funktion freischalten, und dass wenigstens ein Teil der Reise mit einem ICE, Intercity oder Eurocity erfolgt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " „Feiner Zug der Bahn“: E-Mail-Benachrichtigung bei Zugverspätung"

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  • Was für 'ne blöde Idee: Eine Info per E-Mail wird den meisten Reisenden ja nicht allzuviel weiterhelfen...? Eine Info per SMS, das wäre doch für weitaus mehr Leute eine passende und vor allem hilfreiche Info!

    Denn erstens sind "frühestens zwei Stunden vor Reisebeginn" viele ja schon unterwegs (und können dann keine E-Mails mehr abrufen) und zweitens wäre eine gewisse Pünktlichkeit am Ende dann doch die bessere Idee gewesen. Helau ;-)

  • Es wäre nett, wenn man sich auch ohne im Internet gebucht zu haben dafür registrieren könnte. Mein Arbeitgeber besorgt die Fahrkarten, und es wäre für mich recht sinnfrei, wenn unsere Reisestelle in Hamburg die Benachrichtigung nach Feierabend erhält, während ich in München auf den Zug warte.

  • Das hilft überhaupt nichts, wenn derjenige von München nach Frankfurt im (technisch defekten) Zug sitzt, die Heizung ausfällt und er statt um 12 Uhr um 3 Uhr ankommt. Am nächsten Tag ist er sowieso erst einmal krank. Man muss das aber einsehen, wie soll die Bahn technische Defekte vermeiden, wenn sie Unsummen ausgibt, um ein paar alte Bäume in Stuttgard zu fällen.

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