Ferienflieger Condor verlangt Sparbeiträge von Mitarbeitern

Damit der Mutterkonzern Thomas Cook wieder schwarze Zahlen schreibt, sollen Condor-Mitarbeiter auf Überstundenzuschläge und Urlaubstage verzichten. Dafür soll es etwas mehr Gehalt geben.
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Die Fluggesellschaft ergreift Sparmaßnahmen, um in die schwarzen Zahlen zurückzukehren. Quelle: dpa
Condor

Die Fluggesellschaft ergreift Sparmaßnahmen, um in die schwarzen Zahlen zurückzukehren.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Ferienflieger Condor hat von seinen rund 4000 Mitarbeitern deutliche Sparbeiträge verlangt, um die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Sie sollten auf Überstundenzuschläge und Urlaubstage verzichten sowie länger arbeiten, bestätigte die Flugbegleitergewerkschaft Ufo am Freitag einen Vorabbericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Für diesen Fall habe Condor ein Gehaltsplus von 2 Prozent über die beiden kommenden Jahre angeboten.

Ein Condor-Sprecher blieb unkonkreter: Es lägen verschiedene Vorschläge und Überlegungen beider Seiten auf dem Tisch. Zu einzelnen Punkten wolle man sich nicht äußern. Dem Bericht zufolge würden die Personalkosten mit Hilfe der Maßnahmen um sieben Prozent sinken.

Diese Billigflieger erobern Europa
Platz 15: Volotea
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Der Markt für Billigflieger wächst – in Deutschland wie auch in Europa. Zudem sind die Airlines auf Konsolidierungskurs, kleine Linien verschwinden zunehmend, die Branchengrößen wachsen teils deutlich.. Auf Platz 15 der größten Low-Cost-Fluggesellschaften liegt Volotea. Im Januar 2017 verzeichneten die Spanier 228 Starts, auf 82 Strecken verfügten sie über 28.474 Sitze.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt; Ranking auf Grundlage der Starts im Januar 2017

Platz 14: Jet2.com
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Eine Billig-Fluggesellschaft mit Tradition: Die Briten mit Sitz in Leeds gingen 2002 aus der 1978 gegründeten Channel Express hervor. 2014 wurde das Portfolio um Langstreckenflüge nach Nordamerika erweitert. Im Januar flog Jet2.com 142 Strecken an, bei 57.198 Sitzen und 330 Starts.

Platz 13: Pobeda
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Der Billigflieger, eine hundertprozentige Tochter der größten russischen Airline Aeroflot, nahm erst im Dezember 2014 seinen Dienst auf. Seit 2016 werden in Deutschland Köln/Bonn und Memmingen angeflogen. Pobeda bedeutet auf Deutsch schlicht „Sieg“ – von diesem ist die Airline im Ranking aber ein gutes Stück entfernt. Im Januar 2017 startete Pobeda 370 Mal, auf 61 geflogenen Strecken boten die Russen 69.930 Plätze an.

Platz 12: Blue Air
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542 Starts, 86.995 Plätze, 131 Strecken: Das sind die Daten des rumänischen Billig- und Charterfliegers Blue Air mit Sitz in Bukarest. Die 2004 gegründete Airline legt besonders großen Stellenwert auf die Inlandsverbindungen, bei ihrer Gründung wurde sie bewusst als Alternative zu den schlechten Straßen- und Eisenbahnverbindungen Rumäniens konzipiert.

Platz 11: Air Baltic
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Air Baltic hat bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich – bei ihrem Start 1995 verfügte die Billigfluggesellschaft über genau eine einzige Maschine, eine Saab 340. Nach einem aufsehenerregenden Kleinkrieg mit der Regierung musste die Airline 2011 schließlich Insolvenz anmelden und wurde verstaatlicht. Im Januar 2017 starteten Air-Baltic-Maschinen 737 Mal, flogen 85 Strecken und boten 67.766 Sitze an.

Platz 10: Transavia
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Als Transavia Limburg, später Transavia Holland 1965 gegründet, sind die Niederländer mit Sitz in Haarlemmermeer heute eine Tochter von Air France. Die Billig-Airline unterhält noch bis Oktober einen Stützpunkt auf dem Flughafen München. Im Januar wurden von Transavia bei 897 Starts mit 161.373 Sitzen insgesamt 211 Strecken geflogen.

Platz 9: Aer Lingus
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Die nationale Fluggesellschaft Irlands wurde 1936 noch als Aer Lingus Teoranta gegründet, seit September 2015 ist sie eine Tochter der International Airlines Group (IAG), eine Holding mit Sitz in Madrid. Im Januar starteten die Iren 1412 Mal, bedienten 138 Strecken und verfügten über 179.881 Sitze.

Die Fluggesellschaft des Touristikkonzerns Thomas Cook hat im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren einen Verlust ausgewiesen. Sie steht unter starkem Konkurrenzdruck der Billigflieger wie auch der stark expandierenden Lufthansa-Tochter Eurowings. Im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017 (30.09.) rechnet der Mutterkonzern dank des Sparprogramms „Fasttrack“ bei Condor wieder mit schwarzen Zahlen.

Langfristig dürfte das aber nicht ausreichen, meint Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies. Seine Organisation lehne die „plumpen Forderungen nach Sparbeiträgen“ ab, wenn alles so weiterlaufe wie bislang. Die Belegschaft sei möglicherweise zu Einschnitten bereit, wenn für Condor ein tragfähiges und umfassendes Sanierungsprogramm vorgelegt werde. Die Gespräche sollen am kommenden Donnerstag fortgesetzt werden.

  • dpa
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