Fernreiseziele liegen im Trend
Frankfurter Flughafen mit steigenden Passagierzahlen

Das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen ist im Februar 2004 deutlich gestiegen.

HB FRANKFURT. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien neun Prozent mehr Fluggäste gezählt worden, teilte die im MDax gelistete Betreibergesellschaft des Flughafens Fraport am Freitag mit. Insgesamt seien rund 3,6 Mill. Passagiere über Frankfurt abgeflogen oder angekommen. Das Frachtaufkommen auf Deutschlands größtem Flughafen erhöhte sich den Angaben zufolge im Februar um 12,2 Prozent auf 137 505 Tonnen.

Im Januar hatte der Flughafen bei Passagieren und Fracht den stärksten Monat seit Bestehen des Airports erlebt. Die Passagierzahlen waren im ersten Monat des Jahres um 2,3 Prozent auf 3,6 Millionen gestiegen. Das Frachtaufkommen hatte sich um 3,6 Prozent auf 114 817 Tonnen verbessert.

Auch ohne den zusätzlichen Tag im Februar wegen des Schaltjahres 2004 hätte es einen deutlichen Zuwachs gegeben, hieß es. Vor allem Ziele nach Fern- und Nahost sowie Nordamerika brachten dem Flughafen zweistellige Wachstumsraten. Aber auch Urlaubsregionen wie Sri Lanka, die Dominikanische Republik und Mexiko waren stark gefragt. Insgesamt wurden im Februar 35 999 Starts und Landungen in Frankfurt gezählt. Der Flughafen ist mit 48,8 Mill. Passagieren 2003 die verkehrsreichste Drehscheibe in Kontinental-Europa.

Trotz der Zuwachsraten bei Passagier- und Frachtaufkommen mussten Fraport-Aktien zu Handelsbeginn deutliche Kursverluste hinnehmen und lagen am Nachmittag noch mit einem Prozent im Minus auf 23,75 Euro.

Nach Analysteneinschätzungen konnten sich die Anteilsscheine nicht von der gegenwärtigen Marktlage nach den Anschlägen in Madrid abkoppeln. Bei den Anschlägen auf Pendlerzüge in der spanischen Hauptstadt waren am Donnerstagmorgen fast 200 Menschen getötet und mehr als 1400 verletzt worden. Am Frankfurter Flughafen hieß es, selbstverständlich seien alle Mitarbeiter noch sensibler als sonst und beobachteten noch genauer, ob sich jemand verdächtig mache oder Gepäckstücke herum ständen. Grundsätzlich seien die Sicherheitsvorkehrungen jedoch bereits seit langem sehr hoch. „Am Flughafen gibt es nichts, was man noch zusätzlich machen kann“, betonte ein Fraport-Sprecher.

Zudem wirke sich die Diskussion um den Flughafenausbau negativ auf den Aktienkurs aus, sagte ein Branchenanalyst einer deutschen Bank. Derzeit steht das Celanese-Werk Ticona in Frankfurt im Zentrum der Auseinandersetzung um die Erweiterung des Frankfurter Flughafens. Die von Fraport favorisierte neue Landebahn im Nordwesten würde unmittelbar an das Celanese-Werk grenzen.

Die Deutsche Lufthansa, die größte Fluggesellschaft am Frankfurter Flughafen, hatte im Februar ebenfalls ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Die Fluggesellschaft steigerte die Passagierzahlen, die Auslastung der Maschinen und auch das Frachtaufkommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%