Fernsehmarkt
Kartellamt hat Bedenken gegen Kabel-BW-Kauf

Die Übernahme von Kabel Baden-Württemberg durch den US-Medienkonzern Liberty steht auf der Kippe. Die Firmen versuchen aber noch, die Bedenken der Wettbewerbshüter zu zerstreuen.
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Heidelberg/BonnDie Milliarden-Übernahme von Kabel BW durch den US-Branchenriesen Liberty Global steht vor dem Aus. Nach Einschätzung des Bundeskartellamts schränkt der geplante Kauf den Wettbewerb ein und sollte deshalb verboten werden. Die Kabel-Konzerne gehen nun in die Charme-Offensive und versuchen, die Bedenken des Kartellamts zu zerstreuen. Sollte das scheitern, dürften sich bald die nächsten Interessenten für Kabel BW melden.

Nach derzeitigem Stand beabsichtige das Kartellamt, den Zusammenschluss zu untersagen, hieß es am Freitag in einem Brief der Behörde an die beteiligten Unternehmen, der Reuters vorliegt. Die Abmahnung wurde von der 7. Beschlusskammer verschickt. Liberty Global gehöre mit Unitymedia bereits der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland - der Kauf des Markt-Dritten Kabel BW würde ein „marktbeherrschendes Oligopol“ bei der Versorgung von Mietshäusern mit Fernsehen noch verstärken.

Endgültig ist die Entscheidung aber noch nicht. Die Kabelanbieter haben nun die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben. Bis zum 15. Dezember wollen die Wettbewerbshüter ihre Prüfung abschließen.

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