Ferrero

Mehr Fairtrade-Kakao

Rund 120.000 Tonnen Kakaobohnen hat Ferrero im vergangenen Jahr eingekauft. Fair gehandelt wurde davon bisher nur ein Sechstel. Doch der Anteil solle bis 2019 spürbar ansteigen, verspricht der Konzern.
Bis 2019 will Ferrero 40.000 Tonnen Kakaobohnen aus fairem Handel beziehen. Quelle: dpa
Schokolade im Regal

Bis 2019 will Ferrero 40.000 Tonnen Kakaobohnen aus fairem Handel beziehen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer italienische Süßwaren-Gigant Ferrero verdoppelt die Menge fair gehandelten Kakaos in seiner Schokolade. In den kommenden drei Jahren wolle Ferrero insgesamt 40.000 Tonnen mit Fairtrade-Siegel zertifizierten Kakao einkaufen, teilte die Organisation Transfair am Donnerstag mit. Zudem wolle das Unternehmen bis 2019 auch 20.000 Tonnen Fairtrade-Rohrzucker verwenden.

Ferreros langfristige Planung erlaube es Bauern in den Produktionsländern Elfenbeinküste und Costa Rica von stabilen Absätzen und zusätzlichen Prämien zu profitieren, erklärte Transfair-Vorstandschef Dieter Overath. Ein Sprecher von Ferrero sagte AFP, das Unternehmen habe im Geschäftsjahr 2014 insgesamt rund 120.000 Tonnen Kakaobohnen bezogen. Bis 2020 solle der Anteil des durch verschiedene Zertifikate als nachhaltig klassifizierten Rohstoffs auf hundert Prozent steigen.

Nach Angaben von Transfair wurden in Deutschland im vergangenen Jahr insgesamt 14.300 Tonnen Fairtrade-Kakao eingekauft, ein Marktanteil von 3,6 Prozent. In Deutschland tragen rund 3000 Produkte das Fairtrade-Siegel. Es bescheinigt demokratische Organisationsstrukturen, Umweltschutz und sichere Arbeitsbedingungen.

Von Pferdelasagne und Ehec-Sprossen
2017: Läusegift auf Eiern
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Der Skandal um möglicherweise mit dem Insketizid Fipronil belastete Eier beschäftigt Deutschland in diesem Sommer. Inzwischen sei von zwölf betroffenen Bundesländern auszugehen, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Fipronil war über das Anti-Läusemittel Dega-16 in die Eier gelangt. Das Mittel beruht eigentlich nur auf ätherischen Ölen wie Menthol und Eukalyptus. Vermutlich hatte ein belgischer Hersteller Fipronil beigemischt, obwohl das Mittel für die Geflügelzucht verboten ist. Aldi nahm unterdessen sämtliche Eier aus dem Verkauf.

2016: Plastik im Schokomantel
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Abermillionen Schokoriegel mussten in die Werkstatt – sozusagen. Nachdem eine Kundin in einem Mars-Riegel auf ein Stück Plastik gebissen hatte, begann der Hersteller mit einer gigantischen Rückruf-Aktion. Sie galt für alle Staaten der Europäischen Union, mit Ausnahme von Bulgarien und Luxemburg. Betroffen waren Riegel der Marken Mars und Snickers; zudem alle Produkte der Marke Milky Way Minis und Miniatures sowie mehrere Celebrations-Mischungen mit diesem Mindesthaltbarkeitsdatum.

2016: Glyphosat und Malz, Gott erhalt's
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Pro Jahr konsumiert ein Deutscher durchschnittlich 107 Liter Bier. Und damit nicht nur, streng nach dem deutschen Reinheitsgebot, Wasser, Hopfen, Hefe und Malz, sondern auch noch eine gerüttelte Menge Glyphosat – das weltweit meist eingesetzte Pestizid. In deutschen Bieren wurden Mikrogrammwerte deutlich über den Grenzwerten für Trinkwasser gemessen, im krassesten Fall 300-fach über dem Grenzwert. Direkte Gefahr für die Gesundheit besteht allerdings nicht.

2014: Dänischer Wurstskandal erreicht Deutschland
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In Dänemark stellte sich 2014 heraus, dass Produkte des Wurstherstellers Jørn A. Rullepølser mit Listerien-Bakterien verseucht waren. Listerien sind für gesunde Menschen in aller Regel ungefährlich, allerdings ein Risiko für immungeschwächte Personen und schwangere Frauen. In Dänemark starben innerhalb von 30 Tagen zwölf Menschen, 15 weitere erkrankten. Der Betrieb wurde geschlossen, die Produkte zurückgerufen. 160 Kilogramm waren auch an einen deutschen Supermarkt in Schleswig-Holstein an der dänischen Grenze gegangen – sie waren bereits verkauft, bevor sie sichergestellt worden konnten. Verbraucher wurden gebeten, die Wurst zu vernichten oder zurückzugeben.

2014: Käse mit Coli
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Das Unternehmen Vallée-Verte rief die zwei Käsesorten „Saint Marcellin“ und „Saint Felicien“ zurück. In den Produkten der französischen Käserei Fromageries L'Etoile wurden Coli-Bakterien nachgewiesen. Diese können innerhalb einer Woche nach Verzehr zu teils blutigem Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen sowie Fieber führen. Gerade bei Kindern besteht außerdem die Gefahr von Nierenkomplikationen.

2014: Von wegen Edel-Hähnchen
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2014 deckte die „Zeit“ auf: Das Neuland-Gütesiegel, gegründet vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem deutschen Tierschutzbund und der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft, als ganz besonderes Qualitätssiegel hielt bei Brathühnchen nicht so ganz, was es versprach. Eigentlich sollten Neulandtiere aus Freilandhaltung stammen, gefüttert mit Körnern aus der Region. Tatsächlich stammen in Norddeutschland viele Tiere aus einem ganz gewöhnlichen industriellen Schlachtbetrieb in Niedersachsen.

2013: Pferd in der Lasagne
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Zusammen mit der Ehec-Epidemie wohl der aufsehenerregendste Lebensmittel-Skandal der vergangenen Jahre: 2013 stellte sich heraus, das Rindfleisch in mehreren Fertiglasagnen aus der Tiefkühlung war eigentlich Pferd. Im Anschluss wurden in Labortests rund 70 Fälle von falsch etikettierten Fertigprodukten nachgewiesen. Die größte Menge an Pferdelasagne gab es in Nordrhein-Westfalen mit 27 Fällen, gefolgt von Hessen (13), Baden-Württemberg (8) und Bayern (8). Weitere betroffene Länder waren Mecklenburg-Vorpommern (5), Brandenburg (4) und Hamburg (2).

  • afp
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