Feuerwerks-Verkauf beginnt
Startschuss für das Geschäft mit dem großen Knall

Es geht wieder los: Der Krach rund um Silvester. Ab heute werden drei Tage lang Böller und Raketen in Deutschland verkauft – sofern von den Behörden zugelassen. Der Handel rechnet mit stabilen Umsätzen.

BerlinAn diesem Dienstag beginnt in Deutschland offiziell der Verkauf von Silvesterfeuerwerk. Käufer der Böller oder Raketen müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Für die vergangene Silvesterknallerei gaben die Bundesbürger 129 Millionen Euro aus. Der Verband der pyrotechnischen Industrie erwartet für den Jahreswechsel 2015/16 etwa den gleichen Umsatz. Eine Yougov-Umfrage für die Deutsche Presse-Agentur hatte ergeben, dass Deutschland bei Silvesterböllern gespalten ist: 48 Prozent sehen sie eher positiv, für 43 Prozent überwiegen die negativen Seiten wie Lärm oder Schmutz.

Die vom 29. bis 31. Dezember angebotenen Waren müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder einer vergleichbaren europäischen Behörde zugelassen sein. Abgebrannt werden dürfen die Böller und Raketen laut Gesetz nur am 31. Dezember und 1. Januar. Verboten ist das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern. Behörden warnen immer wieder vor nicht geprüften, illegal eingeführten und selbst gebastelten Knallern. Sie können zu schweren Verletzungen führen.

Im Trend liegen nach Herstellerangaben seit einiger Zeit sogenannte Batterie- oder Verbundfeuerwerke, die nur einmal angezündet werden und dann viele Effekte abfeuern. Angesagt sei auch der Goldeffekt. „Goldfarbene Feuerwerke werden heute mehr nachgefragt als Multicolor“, sagte etwa Peter Brücken von Weco Feuerwerk in Eitorf bei Köln. Die Funkenfarbe lasse den Himmel besonders glitzern.

Eine Yougov-Umfrage hatte ergeben, dass fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland in der Neujahrsnacht Feuerwerk zünden will. 66 Prozent verzichten dagegen darauf. Tradition in der Bundesrepublik hat auch der Spendenaufruf unter dem Motto „Brot statt Böller“, der seit Jahrzehnten vom evangelischen Hilfswerk Brot für die Welt kommt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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