Fielmann steigert Gewinn
Erfolgsfaktor Sonnenbrille

Die Optikerkette Fielmann hat ihren Gewinn im zweiten Quartal kräftig gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Überschuss um 17 Prozent auf 44,6 Millionen Euro. Nun stehen die Zeichen erst recht auf Expansion.

HamburgDie Optikerkette Fielmann hat von einer höheren Nachfrage nach Sonnenbrillen profitiert. Der Absatz an Sehhilfen sei im zweiten Quartal um sechs Prozent auf etwas mehr als zwei Millionen Stück geklettert, teilte das börsennotierte Familienunternehmen am Donnerstag mit. Da mit Sonnenbrillen weniger Geld zu verdienen ist als mit Gläsern für Sehhilfen, stieg der Umsatz mit plus fünf Prozent auf 344 Millionen Euro etwas langsamer als der Absatz. Deutlich stärker legte der Vorsteuergewinn zu, weil Fielmann wegen der Fußball-Europameisterschaft weniger Geld für Werbung ausgab. Den endgültigen Zahlen zufolge kletterte das Ergebnis vor Steuern um knapp 17 Prozent auf 62,6 Millionen Euro.

Fielmann hatte auf Grundlage vorläufiger Zahlen zur Hauptversammlung im Juli bereits mitgeteilt, dass das Ergebnis um 15 Prozent gestiegen sei. Grund für den vergleichsweise hohen Ertragszuwachs waren neben niedrigeren Werbeausgaben auch Währungseffekte. Nach Abzug von Steuern verdiente das Unternehmen 44,6 Millionen Euro, ein Plus von 17,0 Prozent.

Mit einer konkreten Prognose für das laufende Jahr hielt sich Fielmann wie gewohnt zurück. „Wir sind zuversichtlich, unsere Marktposition auszubauen“, sagte Vorstandschef Günther Fielmann. Zur Jahresmitte betrieb das von ihm gegründete Unternehmen aus Hamburg 700 Niederlassungen, zehn mehr als im Vorjahr, und beschäftigte 17.140 (Vorjahr 16.566) Mitarbeiter. Mehr als 1000 Lehrlinge beginnen in diesem Jahr ihre Ausbildung bei Fielmann.

Fielmann ist in Deutschland unangefochtener Marktführer und baut sein Filialnetz auch in den europäischen Nachbarländern weiter aus, wie zuletzt in Italien. Ende Juni betrieb der Konzern insgesamt 700 Niederlassungen. Vorläufige Zahlen hatte Fielmann bereits Mitte Juli anlässlich der Hauptversammlung mitgeteilt.

Die Konkurrenz der Internet-Anbieter fürchtet das Unternehmen nicht, Fielmann selbst verzichtet bislang auf den Online-Brillenvertrieb. Eine Korrektionsbrille, die nicht sauber zentriert sei, mache gesundheitliche Probleme, hatte Vorstandschef Günther Fielmann immer wieder bekräftigt. Auch die Brillenanpassung könne der Internetversand nicht leisten.

Analysten der DZ Bank schätzten jüngst, dass Online-Händler langfristig einen Anteil am Absatzmarkt von etwa zehn Prozent erreichen könnten. „Für die großen Filialisten - und hier ganz besonders Fielmann - sehen wir durch die Online-Anbieter nur wenig Bedrohungspotenzial.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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