Filialkette für Bademode geplant
Otto auf Wachstumskurs

Der weltgrößte Versandhändler Otto blickt nach einem guten Start in das neue Geschäftsjahr zuversichtlich in die Zukunft. Der Filialhandel soll dabei zu einem gleichberechtigten zweiten Standbein neben dem klassischen Verkauf über Katalog ausgebaut werden. In Deutschland drängt Otto zudem mit einer Ladenkette für Bademoden und Unterwäsche in den überbesetzten Textilhandelsmarkt.

HB HAMBURG. „In Deutschland werden wir ein weiteres, ganz neues Stationärkonzept vorlegen“, sagte Konzernchef Michael Otto am Donnerstag in Hamburg. Unter dem aus dem Versandhandel bekannten Namen „Lascana“ sollen binnen zwei Jahren fünf Läden eröffnet werden. Insgesamt sieht Otto 80 bis 100 mögliche Standorte für die neue Filialkette.

Otto betreibt unter den Namen SportScheck, Zara, Bon Prix und Witt bereits eigene Läden. Außerdem gibt es bundesweit etwa tausend Otto-Shops. In den USA ist zudem das Einrichtungshaus Crate and Barrel erfolgreich. Dessen Angebot soll im kommenden Jahr auf Kanada ausgedehnt werden und später auch nach Europa und Japan expandieren. Bisher ist der Anteil der Läden am Einzelhandelsumsatz von Otto mit zehn Prozent noch gering.

Im Inland kämpft auch der Versandhandel mit der Konsumschwäche. Das Flaggschiff Otto-Versand und die Katalog- Anbieter Schwab und Baur verbuchten im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang um sechs Prozent. Dagegen glänzt der Verkauf über das Internet mit Wachstumsraten um 30 Prozent. Im vergangenen Jahr setzte Otto über das weltweite Datennetz drei Mrd. Euro um, ein Fünftel des Gesamtumsatzes der Gruppe.

„Das Geschäftsjahr 2006/07 hat für uns sehr gut begonnen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der nach eigenen Angaben weltgrößten Versandhandelsgruppe. Im ersten Quartal, von März bis Mai, sei der Umsatz der Otto Group um 4,8 Prozent gestiegen. Otto habe deutlich an Fahrt aufgenommen.

Der Unternehmenschef verwies dabei vor allem auf eine positive Entwicklung in dem schwierigen Segment des Einzelhandels. Otto rechnet für das laufende Geschäftsjahr darum beim Umsatz mit einem deutlichen Plus und beim Ertrag mit einem überdurchschnittlichen Wachstum. „Wir haben uns viel vorgenommen“, sagte Michael Otto.

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