Filmindustrie
Finanzkrise belastet Paramount

Die Finanzkrise hinterlässt erste Spuren in der US-Filmindustrie. Als eines der größten Hollywood-Studios kürzte die Viacom-Tochter Paramount ihre Filmliste und kündigte Stellenstreichungen an.

HB DÜSSELDORF. Wegen der unsicheren Wirtschaftslage wolle das Unternehmen im kommenden Jahr 50 Millionen Dollar einsparen, teilte das Studio mit. Keine Branche sei gegen die Marktturbulenzen immun, sagte Paramount-Chef Brad Grey. "Wir glauben nicht, dass die Unterhaltungsindustrie gegen die Rezession resistent ist, und uns ist klar, dass das Wirtschaftsklima sehr unsicher ist."

Das Studio will nun im kommenden Jahr 20 Filme auf den Markt bringen, nach 25 Streifen 2008 und 26 im vergangenen Jahr. Es kündigte jeweils zwei bis vier Filme aus der Produktion von DreamWorks Animation sowie Marvel Entertainment an. Paramount selbst will zwölf Filme machen, darunter MTV- und Nickelodeon-Produktionen, sowie vier weitere über Paramount Vantage veröffentlichen.

Viele Branchenmanager bezeichnen die Unterhaltungsindustrie als besonders widerstandsfähig in schlechten Zeiten, weil die Konsumenten tendenziell auf große Ausgaben verzichteten und stattdessen auf billigere Kinotickets oder DVD zurückgriffen. Experten rechnen nun aber damit, dass andere Produktionsfirmen der Entscheidung Paramounts folgen werden. "Ohne Zweifel ist weniger Kapital unterwegs", sagte Michael Nathanson von Bernstein Research Media. "In den vergangenen Jahren wurde eine Menge Geld in Filme gesteckt."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%