Filmproduktion
Amazon-Studio gerät in den Weinstein-Strudel

Die Affäre um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein zieht weitere Kreise. Jetzt werden Anschuldigungen gegen den Chef eines zu Amazon gehörenden Filmstudios laut. Auch gegen Amazon-Chef Jeff Bezos regt sich Kritik.
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Los AngelesDas zum Onlineriesen Amazon gehörende Filmstudio gerät in den Strudel um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein. Das Studio suspendierte am Donnerstagabend (Ortszeit) seinen Chef Roy Price. Zuvor hatte die US-Schauspielerin Rose McGowan (44, „Death Proof – Todsicher“) Amazon-Chef Jeff Bezos auf Twitter öffentlich angegriffen: Sie habe Price „wieder und wieder“ gesagt, dass „HW“ sie vergewaltigt habe, ohne dass dieser reagiert habe.

Price selbst wird vorgeworfen, eine Mitarbeiterin der Amazon Studios mit sexuellen Bemerkungen bloßgestellt zu haben. „Roy Price ist ab sofort beurlaubt“, sagte ein Sprecher der Amazon Studios der Deutschen Presse-Agentur. Für die Projekte, die Amazon derzeit mit Weinsteins Produktionsfirma durchführe, „erörtern wir unsere Möglichkeiten“.

„Ich habe dem Chef Ihres Studios gesagt, dass HW mich vergewaltigt hat. Wieder und wieder habe ich es gesagt. Er sagte, das sei nicht bewiesen worden. Ich sagte, ich sei der Beweis“, twitterte Schauspielerin Rose McGowan an die Adresse von Jeff Bezos, ohne die Initialen HW aufzuschlüsseln. In einem früheren Tweet hatte sie Weinstein bereits in den Zusammenhang zu Vergewaltigungen gerückt.

„Ich rufe Sie dazu auf, Vergewaltiger, mutmaßliche Pädophile und sexuelle Belästiger nicht weiter zu finanzieren“, schrieb sie weiter an Bezos. Weinstein hatte über eine Sprecherin erklärt, er bestreite, nicht-einvernehmlichen Sex mit irgendjemandem gehabt zu haben.

Die ausführende Produzentin einer Amazon-Serie hatte Price im Magazin „Hollywood Reporter“ vorgeworfen, sie mit taktlosen Kommentaren angeflirtet zu haben. Im Jahr 2015 soll er ihr in einem Taxi gesagt haben, sie werde seinen Penis lieben. Vor Kollegen auf einer Party habe er außerdem laut „Analsex“ in ihr Ohr gesagt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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