Finanzamt-Softwarefirma
Fiscus wird wohl liquidiert

Nachdem die Gespräche zur Übernahme durch das Management gescheitert sind sieht es für den in öffentlicher Hand befindlichen IT-Dienstleister Fiscus schlecht aus. Nach Angaben der Unternehmensleitung wird das Unternehmen voraussichtlich Ende September liquidiert.

HB DÜSSELDORF. Das Management und die Eigentümer, Vertreter der Finanzbehörden von Bund und Ländern, hätten sich nicht über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Übergangs einigen können, erklärte die Bonner Firma am Mittwoch. „Mehr als 100 qualifizierte IT-Arbeitsplätze werden damit vernichtet“, zeigten sich die Manager verbittert. 50 weitere Stellen sind von Beamten besetzt. Vier leitende Angestellte hatten Fiscus im Rahmen eines Management-buy-outs (MBO) übernehmen wollen. Sie hatten erklärt, ein tragfähiges Konzept erstellt zu haben. Ende Juni hatte die Finanzministerkonferenz die Auflösung der Firma beschlossen.

Fiscus war 2001 von Bund und Ländern gegründet worden, um die Software der rund 700 Finanzämter in Deutschland zu vereinheitlichen. Fiscus entwickelte jedoch nach Einschätzung von Beteiligten keine brauchbare Software. Presseberichten zufolge soll das Vorhaben allein bis 2003 Kosten von 900 Mill. € erzeugt haben.

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