Finanzielle Notlage: Alitalia braucht frische Millionen

Finanzielle Notlage
Alitalia braucht frische Millionen

Das finanzielle Drama spitzt sich zu: Die Fluggesellschaft Alitalia, die pro Tag eine Million Euro Verlust schreibt, kann ohne frisches Kapital nicht mehr länger überleben. Jetzt soll eine Finanzspritze von 750 Millionen helfen. Derweil kommt die geplante Übernahme durch Air France-KLM ins Stocken.

HB MAILAND. Ursache der Probleme seien gestiegene Kerosinkosten sowie schleppende Bemühungen den Umsatz zu steigern und die Kosten zu drücken, erklärte das staatlich kontrollierte Unternehmen am Mittwoch, das sich in Verhandlungen über eine Übernahme durch Air France-KLM befindet.

Die Situation habe sich seit der Verabschiedung des Sanierungsplanes im vergangenen August erheblich verschlechtert. Das Unternehmen stehe vor einer weiteren Rationalisierung. Zudem müssten weitere Aktivitäten zurückgefahren werden. Alitalia schreibt derzeit täglich mehr als eine Million Euro Verlust.

Air France -KLM und Alitalia sind seit Mitte des Monats in exklusiven Verhandlungen. Die italienische Regierung will ihren Anteil von knapp 50 Prozent an Alitalia verkaufen. Nach Einschätzung der Bank Intesa Sanpaolo ist der Verkauf angesichts der Regierungskrise allerdings noch offen.

"Es gibt noch so viele Fragen, deshalb sollten wir nicht denken, dass die Sache schon durch ist", sagte der Intesa-Chef Corrado Passera der Zeitung "Corriere della Sera" vom Donnerstag. Die Intesa Sanpaolo gehört zu den Banken, die die italienische Fluggesellschaft Air One bei ihrem Angebot für Alitalia gestützt haben.

Alitalia und die Regierung des inzwischen zurückgetretenen Regierungschefs Romano Prodi hatten aber die Offerte von Air France -KLM favorisiert. Beide Firmen sind daher seit Mitte Januar in exklusiven Verhandlungen. Eine Vereinbarung muss aber von der italienischen Regierung abgesegnet werden. Das Kabinett von Prodi hatte den Verkaufsprozess einst selber angestoßen.

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