Finanzinvestor sprang ab, die Kunden reagieren verunsichert
DBA-Chef attackiert Gewerkschaft

Der neue Chef und Eigentümer der DBA (ehemals Deutsche BA), Hans Rudolf Wöhrl, geht nach dem Warnstreik Anfang November auf Konfrontationskurs mit der Vereinigung Cockpit (VC) und der Gewerkschaft Verdi. „Wir werden erst wieder Gespräche und Verhandlungen führen, wenn wir in den schwarzen Zahlen sind. Und das ist frühestens im Sommer 2004“, sagte Wöhrl dem Handelsblatt.

MÜNCHEN. Er wolle sich die Erfolge der ersten vier Monate nicht kaputt machen lassen. „Noch ein Warnstreik vor Weihnachten, und ich werfe die Brocken hin“, sagte Wöhrl, der das Unternehmen im Sommer von British Airways für den symbolischen Preis von einem Euro übernommen hatte. Er mache nur weiter, weil die Mehrzahl der Beschäftigten mitziehe.

Kern der Auseinandersetzung: Der Tarifvertrag für das fliegende Personal war noch von British Airways gekündigt worden. Als Wöhrl die DBA übernahm, verlangten VC und Verdi Verhandlungen – Wöhrl war nur zu unverbindlichen Gesprächen bereit. Voraussetzung: Es gibt keinen Streik. Daran hielten sich die Gewerkschaften nicht.

Nach dem Streik haben sich die Fronten nun verhärtet. Der Verhandlungsführer von VC, Thorsten Gommert, schloss einen weiteren Warnstreik nicht aus. „Wir werden uns das aber in Anbetracht der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens genau überlegen“, schränkte Gommert im Gespräch mit dem Handelsblatt ein.

Es hänge auch davon ab, wie sich Wöhrl gegenüber der Personalvertretung verhalte. Ein gekündigter Tarifvertrag gilt weiter, bis ein neuer abgeschlossen wird. Bei der Deutschen Lufthansa ist der Vertrag mit den Piloten seit 18 Jahren in der so genannten Nachwirkung, weil kein neuer Tarifvertrag geschlossen wurde.

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