Firmenanleihen
Gläubiger billigen Eurotunnel-Sanierungsplan

Die Inhaber von Firmenanleihen der Eurotunnel-Betreibergesellschaft haben am Donnerstag den Sanierungsplan für das hoch verschuldete Unternehmen gebilligt. Ihre Zustimmung war nötig, um das Überleben des seit Monaten unter Gläubigerschutz stehenden Unternehmens zu sichern.

HB PARIS. Der Plan sieht vor, die Schulden von Eurotunnel auf umgerechnet rund 4,23 Milliarden Euro von zuvor rund 9,2 Milliarden Euro zu reduzieren. Damit ist eine entscheidende Hürde für die Aufhebung des Gläubigerschutzes genommen. Andere Kreditgeber, bei denen Eurotunnel noch in der Kreide steht, hatten Ende November mit knapper Mehrheit grünes Licht für die Restrukturierung des Unternehmens gegeben.

Bereits vor einer Woche hatten sich maßgebliche Anleihe-Inhaber für den Sanierungsplan ausgesprochen. Die Arco Gruppe, die nach eigenen Angaben mehr als 60 Prozent der Unternehmensanleihen auf sich vereinigt, teilte mit, das Sanierungspaket werde von der großen Mehrheit ihrer Eigner unterstützt. Dennoch waren Überraschungen bei dem Treffen in Paris nicht ausgeschlossen worden.

Zur Umsetzung des Sanierungsplans brauchte Eurotunnel die Zustimmung von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen der Anleihe-Besitzer. Die abgegebenen Stimmen mussten zudem mindestens 50 Prozent des Anleihe-Volumens repräsentieren. Das Unternehmen betreibt den etwa 50 Kilometer langen Tunnel unter dem Ärmelkanal, der Frankreich und Großbritannien verbindet.

Der Tunnel wurde 1994 nach siebenjähriger Bauzeit eröffnet, nachdem er hohe Baukosten verschlungen hatte. Der Betreibergesellschaft macht das unerwartet schwache Verkehrsaufkommen zu schaffen, vor allem wegen der Konkurrenz durch Billig-Fluggesellschaften. Seit Anfang August steht Eurotunnel unter Gläubigerschutz. Zu seinen Kreditgebern zählt auch die Deutsche Bank.

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