Flaute im Heimatmarkt
Auslands-Expansion macht sich für Douglas bezahlt

Der Hagener Handelskonzern Douglas hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres sein Wachstum fortgesetzt. Dies ist allerdings nur dank der starken Expansion seiner Parfümerien im Ausland gelungen. Die deutschen Verbraucher haben nämlich weniger Geld in den Filialen von Douglas gelassen.

HB DÜSSELDORF. Auch der Betreiber von Parfümerien und Buchkaufhäusern spüre, "dass viele Verbraucher den Euro nicht mehr ganz so einfach ausgeben", räumte Vorstandschef Henning Kreke am Donnerstag in Hagen ein. Gespart werde aber in erster Linie bei langlebigen Gütern wie Autos. Das Ziel eines Gewinns vor Steuern von 150 Mill. Euro im Geschäftsjahr 2007/08 (Ende September) sei nur noch "knapp" zu erreichen. Die Douglas-Aktie gab zu Handelsbeginn nach, notierte aber später ins Plus.

Wegen der Expansion im Ausland stiegen die Erlöse zwar im dritten Quartal 2007/08 um 0,7 Prozent auf 667,7 Mill. Euro. Im Heimatmarkt gab der Umsatz gegenüber dem Vorjahr aber um 4,4 Prozent auf 424,4 Mill. Euro nach. Dafür dürfte auch das frühe Ostergeschäft verantwortlich sein, das diesmal in den März fiel.

In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte die Douglas-Gruppe den Gesamtumsatz um 4,6 Prozent auf 2,42 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg von 223 auf 225 Mill. Euro. Der Überschuss nach Minderheiten sank wegen höherer Steuern um 1,1 Prozent auf 87,6 Mill. Euro. Im dritten Quartal stand vor Steuern nur noch ein Gewinn von 0,2 (2,7) Mill. Euro in den Büchern, unter dem Strich sogar ein Verlust von 1,2 Mill. Euro. Douglas lag damit knapp unter den Erwartungen am Markt.

Während der Auslandsumsatz in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2007/08 um 14 Prozent zulegte, stagnierten die Erlöse in Deutschland allerdings nahezu. Viele Verbraucher kämpfen mit steigenden Kosten für Energie und Lebensmitteln. In Deutschland drückt die Konsumschwäche auf die Stimmung bei Handelsriesen wie Metro oder Arcandor. Metro-Chef Eckhard Cordes hatte erst Ende Juli beklagt, im zweiten Halbjahr sei keine Verbesserung des Konsumklimas in Deutschland zu erwarten.

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