Fleischskandal
Niedersächsische Fleischproben waren schlecht

Im Fleischskandal um einen Betrieb in Gelsenkirchen hat sich das beschlagnahmte Fleisch aus dem niedersächsischen Melle tatsächlich als verdorben herausgestellt.

HB HANNOVER. Elf von 16 ausgewerteten Proben hätten ergeben, dass das Fleisch eindeutig überlagert und verdorben gewesen sei, teilte das Landwirtschaftsministerium am Dienstag in Hannover mit. In einem Kühlhaus in Melle seien insgesamt 90 Tonnen Schweine-, Rind-, Hühner-, Puten- und Pferdefleisch beschlagnahmt worden. 60 Tonnen habe die Firma Domenz aus Gelsenkirchen in dem Kühlhaus in Melle gelagert, 30 Tonnen eine Firma aus Baden-Württemberg, sagte ein Ministeriumssprecher.

Auf das Unternehmen aus Baden-Württemberg sei man durch Unterlagen der Im- und Exportfirma Domenz gestoßen, sagte der Sprecher. Ob diese beiden Unternehmen zusammenhingen, sei noch nicht klar. Das tiefgefrorene Fleisch stamme ursprünglich aus Deutschland, Brasilien, Dänemark, Spanien und Italien. Es war durch falsche Haltbarkeitsdaten aufgefallen. Die Behörden prüften derzeit, wohin die beiden Firmen ihre Ware geliefert hätten. Bislang gebe es keinen Hinweis, dass das Fleisch an Endverbraucher gegangen sei.

Mehr als 130 Tonnen Fleisch der Firma Domenz waren in den vergangenen Tagen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt gegen den Geschäftsführer der Firma.

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