Fliegen unter Gläubigerschutz
Keine US-Bürgschaft für United Airlines

Eine Kreditbürgschaft über 1,6 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. €) für die hoch verschuldete US-Fluggesellschaft United Airlines ist von den US-Behörden am Donnerstag abgelehnt worden. Die mit der Deutschen Lufthansa in der Star Alliance verbundene zweitgrößte US-Fluglinie wollte mit dem Geld ihre Restrukturierung finanzieren und beschleunigen.

HB WASHINGTON/FRANKFURT. Die US-Bundesbehörde zur Stabilisierung der Luftfahrt ATSB erklärte, die Lage des Unternehmen sei nicht so dramatisch, dass eine Bundesbürgschaft gerechtfertigt sei. Seitdem die ATSB im Dezember 2002 eine erste Bürgschaft abgelehnt hatte, arbeitet die Flugtochter der UAL Corp. unter Gläubigerschutz nach Chapter elf des US-Konkursrechts.

Lufthansa wies Befürchtungen über negative Auswirkungen der ausbleibenden staatlichen Hilfen für United als unberechtigt zurück. „Das Chapter elf gilt weiterhin. Der Flugbetrieb von United und damit auch die gemeinsamen Flugverbindungen mit der Lufthansa werden von der Entscheidung der US-Behörden nicht betroffen“, sagte ein Lufthansa-Sprecherin am Freitag in Frankfurt. United Airlines ist wichtigster Partner der Lufthansa in den USA und gehört dem maßgeblich von der deutschen Fluggesellschaft geführten internationalen Luftfahrtbündnis Star Alliance an.

United zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung. Die Fluglinie benötigt die Bürgschaft nach eigenen Angaben zur Absicherung privater Mittel in Höhe von zwei Mrd. Dollar, die zur Umstrukturierung des Unternehmens gebraucht werden. ATSB geht dagegen davon aus, dass sich der Zugang des Unternehmens zum Kreditmarkt verbessert habe. Die Bürgschaft sei daher nicht nötig, erklärte die Behörde.

United Airlines kündigte eine Überprüfung der ATSB-Entscheidung an. „Wir glauben nicht, dass die Behörde sich voll und ganz der wichtigen Veränderungen bewusst war, die United in Angriff nehmen will."

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