Flixbus, MeinFernbus und Co.
Preise bei Fernbus-Reisen könnten bald steigen

Vor gut zwei Jahren mussten Kunden für Reisen mit dem Fernbus noch rund zehn Cent je Kilometer zahlen. Mittlerweile sind es nur noch 8,6. Experten rechnen allerdings mit einem Stopp des Abwärtstrends.
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BerlinSeit der Marktöffnung für Fernbusse Anfang 2013 sind die Preise einer Studie zufolge um 14 Prozent gefallen. Mussten die Kunden zunächst im Schnitt zehn Cent pro Kilometer zahlen, seien es aktuell nur noch 8,6 Cent, teilte das Marktforschungsunternehmen Iges in Berlin am Dienstag mit. Dieser Abwärtstrend werde aber bald stoppen. Einzelne Anbieter würden bereits die Preise „mäßig“ erhöhen.

Laut Iges gibt es derzeit 28 Fernbus-Betreiber im Markt; sie bieten 249 Linien an und rund 7100 wöchentliche Fahrten. Nach Marktanteilen an der Spitze steht MeinFernbus (46 Prozent), gefolgt von Flixbus (29 Prozent), BerlinLinienBus und IC Bus der Deutschen Bahn (zehn Prozent) und ADAC Postbus (acht Prozent).

Der hohe Wettbewerbsdruck werde dafür sorgen, dass „mittelfristig“ nur drei oder vier große Anbieter den Markt dominieren werden, erklärte das Iges.

Noch wachsen die Kundenzahlen. 2013 hätten rund acht Millionen Menschen den Fernbus genutzt, in diesem Jahr werden es laut Iges bereits bis zu 20 Millionen sein. „Bemerkenswert“ sei die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Auslastung der Fernbusse: Sie liege bei durchschnittlich 55 Prozent. Bei der Bahn betrage sie nur knapp 48 Prozent.

Bahn und Fernbus könnten sich zu einem „sinnvollen Gesamtsystem ergänzen“, erklärte der Leiter des Bereichs Mobilität am Iges, Christoph Gipp. Busse vernetzten nicht nur Metropolen, sondern würden auch die Fläche anbinden, vor allem dort, wo die Bahn mangels Wirtschaftlichkeit nicht mehr oder seltener fährt.

Erforderlich sei hier ein „fairer Wettbewerb“, Voraussetzung seien „faire verkehrspolitische Rahmenbedingungen“. Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland hatte jüngst eine leistungsabhängige Maut für Busse und Autos auf den Straßen gefordert, weil die Bahn aufgrund der hohen Trassenpreise benachteiligt sei.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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