Flugbranche
Air France-KLM fliegt in die roten Zahlen

Die Fluggesellschaft Air France-KLM ist in der Wirtschaftskrise zum Jahresende 2008 in die Verlustzone geraten. In den drei Monaten bis Ende Dezember stand unter dem Strich ein Minus von einer halben Milliarde Euro. Aber die Börse reagiert dennoch positiv.

HB PARIS. Nicht einmal von dem gefallenen Kerosinpreis konnte die Gesellschaft profitieren, hatte sie sich doch für teures Geld gegen steigende Treibstoffpreise abgesichert. Trotzdem peilt Air France-KLM für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende März weiterhin einen operativen Gewinn an. Nur auf dessen Höhe wollte sich das Management wegen der unsicheren Entwicklung bei Fluggästen und Luftfracht nicht festlegen.

Wegen des grassierenden Wirtschaftsabschwungs kappt Air France-KLM ihr Flugangebot für den Sommerflugplan um zwei Prozent. Die Investitionen werden um weitere 1,2 Mrd. Euro gekürzt, davon 600 Mio. im kommenden Geschäftsjahr. Außerdem will das Management die Absicherung der Treibstoffeinkäufe anpassen. "Wir überprüfen weiterhin alle unsere Kosten, um weitere Einsparungen zu erzielen", kündigte die Gesellschaft an.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember bekam Air France-KLM den Abschwung im Passagiergeschäft erst leicht zu spüren. Bei der Luftfracht zeigte die Entwicklung allerdings schon klar nach unten. Der Konzernumsatz ging um 0,1 Prozent auf knapp sechs Mrd. Euro zurück. Der bereits angekündigte operative Verlust fiel mit 194 Mio. Euro etwas geringer aus als erwartet. Ein Jahr zuvor hatte die Airline allerdings einen operativen Gewinn von 311 Mio. Euro erzielt.

Die Aktie der Fluggesellschaft legte nach den weniger schwach als erwartet ausgefallenen Zahlen um 6,31 Prozent auf 8,22 Euro zu. Alleine die Treibstoffkosten legten im abgelaufenen Quartal um 498 Mio. auf 1,6 Mrd. Euro zu. Unter dem Strich verbuchte Air France-KLM ein Minus von 505 Mio. Euro, nachdem sie ein Jahr zuvor noch einen dreistelligen Millionengewinn eingeflogen hatte.

Für das gesamte Geschäftsjahr hatte Air France-KLM ursprünglich einen operativen Gewinn von einer Milliarde Euro angepeilt, dieses Ziel aber bereits im Herbst gekippt. In den ersten neun Monaten verdiente die Gesellschaft nun operativ 445 Mio. Euro. Unter dem Strich steht für den Zeitraum hingegen ein Verlust von 309 Mio. Euro.

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