Flugbranche
Lufthansa bleibt in der Krise kreditwürdig

Die Nachrichten haben es in sich. Ein Rückgang des operativen Gewinns von gut 50 Prozent im dritten Quartal. Die Ergebnisprognose für das Jahr gekappt. Die Lufthansa liefert ihren Aktionären derzeit nicht gerade Grund zur Freude. Doch für Panik besteht kein Anlass, sagen Analysten.

FRANKFURT. Der Kranich bleibe trotz der Krise und geplanter Zukäufe solide finanziert. Man stufe den Kreditausblick insgesamt leicht auf stabil/negativ herab, schreibt Thomas Klee von der Landesbank Baden-Württemberg. Grundsätzlich bleibe es aber bei der Einschätzung, dass die deutsche Airline langfristig einer der Gewinner der Branchenkrise sein wird.

Das bestätigt der Vergleich mit den beiden europäischen Erzrivalen, Air-France KLM und British Airways. Keine dieser Fluggesellschaften ist so solide finanziert wie die Lufthansa. Zwar hat Air France-KLM mit liquiden Mitteln von 4,6 Mrd. Euro mehr auf der „Kante“ als Lufthansa (3,4 Mrd. Euro) und British Airways (knapp zwei Mrd. Euro). Doch stehen diesem Puffer hohe Finanzschulden gegenüber. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft schiebt gut 7,7 Mrd. Euro Bankverbindlichkeiten vor sich her.

Bezogen auf die Nettofinanzposition (Liquide Mittel abzüglich der Finanzschulden) steht die Lufthansa einsam an der europäischen Spitze. Sie hat Nettofinanzmittel in Höhe von 2,96 Mrd. Euro. British Airways kommt auf 851 Mio. Euro, bei Air France-KLM stehen hier minus 3,1 Mrd. Euro.

Lufthansa ist damit der finanzstärkste Kristallisationspunkt in der aktuellen Konsolidierung der europäischen Luftfahrt-Industrie. Das hat freilich zur Folge, dass dem LH-Management derzeit nahezu alles angeboten wird, was alleine nicht mehr überlebensfähig ist. So ist der Kranich als Retter für die österreichische AUA, die italienische Alitalia, die skandinavische SAS und einige osteuropäische Airlines im Gespräch.

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