Flugbranche
Lufthansa lässt Flieger stehen

Die Lufthansa reagiert auf die Krise - und fährt ihr Angebot weiter runter. Konsequenz: Bereits 22 Flugzeuge stehen still. Vor allem in Europa macht sich der neue Sparkurs der Fluglinie bemerkbar.

HB FRANKFURT. Die Lufthansa hat ihr Flugangebot wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche im April weiter reduziert und inzwischen 22 Passagierflieger aus dem Betrieb genommen. Im Europaverkehr werde die Kapazität um 6,1 Prozent zurückgefahren, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht für das erste Quartal. Insgesamt sinke das Flugangebot im Passagierverkehr in diesem Jahr damit um 1,1 Prozent. Im März hatte die Lufthansa für den Sommer eine Angebotskürzung um 0,5 Prozent im bisherigen Streckennetz angekündigt und mit Lufthansa Italia sogar eine geringfügige Ausweitung eingeleitet.

Im ersten Quartal war die Lufthansa, wie am Mittwoch bereits veröffentlicht, wegen der Nachfrageschwäche erstmals seit drei Jahren in die roten Zahlen geraten. Die Netto-Liquidität brach um fast 95 Prozent auf 46 Mio. Euro ein. Der Umsatz sank um 10,3 Prozent auf 5,0 Mrd. Euro. Der operative Verlust betrug 44 Mio. Euro, der Nettoverlust lag bei 256 Mio. Euro. Die Aktie gab vorbörslich in einem gut behauptet erwarteten Markt um knapp ein Prozent nach.

Zu dem Fehlbetrag trug das Geschäftsfeld Passagierverkehr mit einem operativen Verlust von 30 Mio. Euro und die Frachtsparte Lufthansa Cargo mit einem Minus von 72 Mio. Euro bei. Lufthansa Cargo dürfte dem Geschäftsbericht zufolge das Gesamtjahr mit einem "deutlichen" operativen Verlust abschließen. Zudem korrigierte die Lufthansa den Wert ihrer Anteile am Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport um 140 Mio. Euro nach unten.

Die Unterlagen für die Übernahme der angeschlagenen Austrian Airlines (AUA) will die Lufthansa Anfang Mai zur kartellrechtlichen Prüfung in Brüssel einreichen. Die Übernahmeofferte in Höhe von 4,49 Euro je Aktie läuft noch bis 11. Mai. Mit der behördlichen Zustimmung zur Übernahme der britischen Fluglinie bmi rechnet der Vorstand frühestens am 14. Mai.

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