Flugbranche
Ryanair fliegt auf und davon – vorerst

Der Billigflieger Ryanair hält allen Weltmarkt-Turbulenzen zum Trotz Kurs. Das Unternehmen kann einen Gewinnsprung vorweisen. Doch ganz an Ryanair vorbei wird die Krise dann wohl doch nicht gehen.

HB LONDON/DUBLIN. Europas größter Billigflieger Ryanair ist dank niedrigerer Treibstoffkosten und mehr Fluggästen wieder in die Gewinnzone geflogen. Allerdings blieben die Umsätze zum Start in das neue Geschäftsjahr (31. März) nahezu unverändert. Angesichts der Wirtschaftskrise dürfte der Jahresgewinn nur im unteren Bereich der von Analysten vorhergesagten 200 bis 300 Mio. Euro liegen, wie das irische Unternehmen am Montag in Dublin ankündigte. „Die Branche geht durch schwere Zeiten und Ryanair wird als einzige Airline in Europa in diesem Jahr Gewinn machen“, sagte das Unternehmen voraus.

Zwischen April und Juni war der Überschuss um 115,5 auf 136,5 Mio. Euro gestiegen. Dieses Plus von 550 Prozent sei aber ein verzerrtes Bild, da in diesem Zeitraum die Treibstoffkosten um 42 Prozent niedriger als im Vorjahr lagen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Wegen der Wirtschaftskrise hatte Ryanair im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Minus von 169 Mio. Euro erstmals rote Zahlen geschrieben.

Ryanair erneuerte seine Kritik an der Passagierabgabe, die vom November in Großbritannien von zehn auf elf Pfund (12,7 Euro) erhöht wird. Irland hatte im April eine entsprechende „Passagiersteuer“ von zehn Euro eingeführt. Ryanair hatte daraufhin angekündigt, seine Flüge von London-Stansted im Winter drastisch zusammenzustreichen.

Die irische und britische Regierung sollten den Beispielen anderer europäischer Länder folgen, die diese Steuern abgeschafft und Flughafengebühren verringert hätten, um den Tourismus anzukurbeln, forderte die irische Fluggesellschaft .

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