Flugchaos Stundenlanger Stromausfall am Airport von Atlanta

Ein Feuer hat am verkehrsreichsten Airport der Welt zum Stromausfall geführt. Abflüge wurden gestoppt, Tausende Passagiere saßen im Dunkeln. Erst nach fast zwölf Stunden wurde das Problem behoben – doch das Chaos dauert an.
Update: 18.12.2017 - 08:40 Uhr Kommentieren
Flugchaos: Stromausfall beim Flughafen von Atlanta Quelle: Reuters
Stromausfall

Tausende Passagiere saßen im Dunkeln.

(Foto: Reuters)

AtlantaEin plötzlicher Stromausfall hat den Flughafen mit dem meisten Betrieb weltweit zum Stillstand gebracht. Passagiere standen am Hartsfield-Jackson Airport in der US-Stadt Atlanta am Sonntag über Stunden hinweg im Dunkeln. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen mussten mehr als 1000 Flüge am Boden bleiben. Viele Fluggäste reagierten verärgert. Erst Stunden später gab es wieder Licht – und Hilfe für gestrandete Reisende.

Gegen 13.00 Uhr fiel der Strom am Hartsfield-Jackson aus, außerhalb des Flughafens tauchte das Problem nicht auf. Erst um Mitternacht (Ortszeit) gab der Airport via Twitter bekannt, überall sei die Elektrizität wiederhergestellt worden. An die Passagiere würden mehr als 5000 Mahlzeiten ausgeteilt. Bald seien Züge einsatzbereit. Durch den Airport verkehren pro Jahr rund 104 Millionen Passagiere und durchschnittlich 275 000 pro Tag. Innerhalb von 24 Stunden kommen dort rund 2500 Flugzeuge an oder fliegen von ihm ab – das macht ihn zum geschäftigsten der Welt.

In den Stunden nach der Panne war es Technikern nur langsam – quasi Halle um Halle – gelungen, das Problem zu beheben und die Stromversorgung wieder zu gewährleisten. Der Bürgermeister von Atlanta, Kasim Reed, erklärte unterdessen, alle Fluggäste seien sicher aus den Flugzeugen gestiegen. Die Stadt twitterte, für gestrandete Reisende werde ein Versammlungszentrum zur Notunterkunft umgebaut.

„Viele Leute kommen an und keiner geht raus. Es gibt keine offizielle Bekanntgabe. Wir sitzen hier fest. Das ist ein Albtraum“, sagte die 32 Jahre alte Passagierin Emilia Duca. Sie war auf dem Weg von der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá in den US-Staat Wisconsin in Atlanta zum Stopp gezwungen worden. Die Fluggesellschaft Delta mit Hauptsitz in Atlanta verzeichnete den wohl größten Schaden: Die Airline musste am Sonntag 800 Flüge streichen, für den (heutigen) Montag waren es weitere 250.

„Morgen (Montag) wird ein langer und schwieriger Tag“, sagte ein früherer Berater für den Luftverkehr, Robert Mann. Fluggäste sollten nicht damit rechnen, dass sich Deltas Flugbetrieb vor Dienstag wieder normalisiere. Freie Sitze in anderen Fliegern gebe es so kurz vor Weihnachten kaum noch.

„Kein Personal und keine Passagiere waren zu irgendeinem Zeitpunkt in Gefahr“, erklärte derweil der Stromversorger Georgia Power in einer Mitteilung. Das Unternehmen ging zunächst davon aus, dass ein Feuer auf seiner Anlage eventuell für den Stromausfall verantwortlich war. Der Brand habe großen Schaden angerichtet. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar.

Auswirkungen der Strompanne waren bis nach Chicago zu spüren. Der O'Hare International Airport, ebenfalls sehr geschäftig, sowie der Midway International Airport meldeten Dutzende ausgefallene Flüge und zahlreiche Verspätungen.

  • dpa
  • ap
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