Fluggastrechte Von wegen guter Service

Fluggesellschaften wie Etihad, Singapore Airlines oder Emirates werben mit guten Kundenservice. Doch die britische Luftfahrtaufsicht stellt sie und andere Airlines an den Pranger, weil sie nicht für Verspätungen zahlen.
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Die britische Luftfahrtaufsicht wirft der Airline vor, die für EU-Bürger vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen bei Verspätungen nicht zu zahlen. Quelle: imago/Rüdiger Wölk
Emirates

Die britische Luftfahrtaufsicht wirft der Airline vor, die für EU-Bürger vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen bei Verspätungen nicht zu zahlen.

(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

FrankfurtEs sind Fluggesellschaften, die sich einen guten Service ganz oben auf ihre Fahnen geschrieben haben: Emirates, Etihad, Turkish Airlines und auch Singapore Airlines. Zwei davon, Singapore und Etihad, durften deswegen sogar im vergangenen Jahr die begehrten fünf Sterne von der Beratungsgesellschaft Skytrax tragen. Doch wenn es darum geht, an ihre Passagiere einen Ausgleich für Verspätungen oder gar Flugausfälle zu zahlen, scheint es mit der so gerne zitierten Service-Qualität nicht sonderlich weit her zu sein. Das geht aus einem aktuellen Bericht der britischen Luftfahrtaufsicht CAA hervor.

Die hat die genannten Airlines und darüber hinaus auch American Airlines nun öffentlich an den Pranger gestellt, weil sie sich weigern, die für EU-Bürger vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen bei Verspätungen zu zahlen. Dabei ist der CAA vor allem eine Situation ein Dorn im Auge. Ein Passagier verpasst seinen Anschlussflug, weil der erste Flug deutlich verspätet ist. Das führe bei den Fluggästen bekanntermaßen zu erheblichen Verwerfungen in der Reiseplanung.

Eigentlich sind die EU-Vorschriften eindeutig. Bei Verspätungen auf Langstreckenflügen von drei Stunden werden 300 Euro pro Passagier fällig. Beträgt die Verspätung sogar mehr als vier Stunden, sind es 600 Euro. Zwar verhalten sich auch viele europäische Fluggesellschaften häufig eher unwillig, wenn Passagiere diesen Ausgleich einfordern. Doch besonders hartnäckig scheinen die erwähnten fünf Airlines aus nicht-europäischen Ländern zu sein. Alle diese Fluggesellschaften hätten gegenüber der CAA bestätigt, dass sie in dem genannten Fall von verpassten Anschlussflügen keine Kompensation zahlen würden, heißt es in einer Erklärung der CAA.

„Die erste Verantwortung von Airlines sollte es sein, sich um ihre Fluggäste zu kümmern, nicht sie daran zu hindern. ihre Rechte einzufordern“, stellt Richard Moriarty, Chef des Bereichs Konsumenten und Märkte bei der CAA, klar. Er schätzt, dass bei den fünf Fluggesellschaften jährlich bis zu 200.000 Passagiere massive Probleme wegen Verspätungen und deshalb einen Anspruch auf Ausgleich haben. Die meisten Beschwerden deswegen habe es bei Emirates gegeben.

Das sind die längsten Linienflüge der Welt
Neuer Rekord durch Qatar Airways
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Mit einer Flugdistanz von 14.535 Kilometern über insgesamt fünf Länder und durch zehn Zeitzonen ist die Verbindung von Qatar Airways von Doha nach Auckland nun der längste Linienflug der Welt. Die Reisezeit des Fluges mit der Nummer QR921 betrug am Montag 16 Stunden und 10 Minuten. Gemessen an der tatsächlichen Kilometerzahl überbietet diese Flugverbindung den aktuellen Rekord um mehr als 300 Kilometer. Wie es die Tradition bei Jungfernflügen verlangt, wurde die Maschine in der neuseeländischen Großstadt mit Wasserfontänen auf der Landebahn empfangen.

Quelle: The Telegraph

Platz 10: Dubai - Houston
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Die Airline Emirates belegt mit ihrer im Dezember 2007 eröffneten Verbindung zwischen Dubai und Houston (Texas) den neunten Platz in der Rangliste. Insgesamt überbrückt die Maschine dabei eine Distanz von 13.145 Kilometern bei einer Reisezeit von 16 Stunden und 45 Minuten.

Platz 9: Doha - Los Angeles
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Auf dem Flug von Doha nach Los Angeles legen die Maschinen der Fluggesellschaft Qatar Airways in 16 Stunden und 40 Minuten eine Distanz von 13.367 Kilometern zurück. Diese Flugverbindung besteht seit Dezember 2016.

Platz 8: Jeddah - Los Angeles
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Die Verbindung von der saudischen Hafenstadt Jeddah nach Los Angeles (Bild) der Airline Saudia umfasst eine Distanz von 13.409 Kilometern. Mit einer Reisedauer von 16 Stunden und 40 Minuten ist der Flug für die Passagiere alles andere als kurz. Saudia startete mit dieser Verbindung im März 2014.

Platz 7: Dubai - Los Angeles
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Ebenfalls nach Los Angeles führt die in Dubai (Bild) startende Verbindung von Emirates, welche die Fluggesellschaft seit Oktober 2008 anbietet. 13.409 Kilometer werden in 16 Stunden und 15 Minuten zurückgelegt.

Platz 6: Abu Dhabi - Los Angeles
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Auf dem fünften Platz landet mit einer Reisedistanz von 13.502 Kilometern die Flugverbindung von Abu Dhabi nach Los Angeles der Airline Etihad. Die knapp 17 Stunden dauernde Verbindung bietet Etihad seit Juni 2014 an.

Platz 5: Atlanta - Johannesburg
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13.593 Kilometer sowie 15 Stunden und 15 Minuten liegen vor Reisenden, die einen Flug zwischen der US-Stadt Atlanta und dem südafrikanischen Johannesburg der Airline Delta buchen. Die US-Fluggesellschaft bedient diese Strecke seit Juni 2009.

Nur Turkish Airlines hat laut CAA zumindest eine Anlaufstelle für Beschwerden von Passagieren. Die anderen vier Fluggesellschaften hätten noch nicht einmal das, beklagt die Regulierungsbehörde. Das müsse sich dringend ändern. „Dort, wo wir Belege dafür finden, dass Passagieren systematisch deren Rechte verweigert werden, werden wir nicht zögern, die notwendigen Aktionen gegen diese Airlines einzuleiten“, droht die CAA, ohne jedoch Details zu nennen.

Ebenfalls auf die Beobachtungsliste der CAA ist zudem Vueling gekommen, die Billig-Airline der IAG-Gruppe um British Airways und Iberia. Vueling kümmere sich bei Verspätungen zu wenig um die Fluggäste, moniert die Behörde. Vueling ist nicht der erste Low-Cost-Anbieter, den sich die CAA vornimmt. Im vergangenen Jahr waren bereits Aer Lingus, Wizz Air und Jet2 an der Reihe.

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  • Als Mitarbeiter bei einem Fluggastrechteportal kann ich das nur bestätigen: Gerade Fluggesellschaften außerhalb der EU lassen die Kunden gerne "am ausgestreckten Arm verhungern", weil sie wissen, dass es sich für die Passagiere nicht lohnt, wegen ein paar Hundert Euro zu klagen. Kompliziert wird die Sache auch, weil man die Klage natürlich auch noch in der Sprache des Beklagten an seinem Sitz zustellen muss.

    Die europäischen Billigflieger sind aber auch nicht besser. Unserer Erfahrung nach fällt dabei aber insbesondere Ryanair negativ auf: https://www.flugrecht.de/news-ampl.php?id=956

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