Fluggastzahlen
Krise raubt Flughäfen Passagiere

Die deutschen Flughäfen haben im ersten Halbjahr den stärksten Rückgang bei den Passagierzahlen seit Beginn der Veröffentlichungen zur Luftverkehrsstatistik im Jahr 1951.

HB WIESBADEN. Wegen der Wirtschaftskrise flogen nur noch 42,6 Millionen Menschen von einem Airport in Deutschland ab - das waren 3,6 Millionen Fluggäste oder 7,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Gastzahlen im Inlandsverkehr sanken um 7,6 Prozent auf 11,6 Millionen Fluggäste, die im Auslandsverkehr noch etwas stärker um 7,9 Prozent auf 31 Millionen.

Das Minus von 3,6 Millionen Passagieren gegenüber dem Vorjahrszeitraum war der größte absolute Rückgang seit Beginn der Luftverkehrsstatistik im Jahr 1951, wie die Statistiker sagten. Aufkommensverluste hatte es seit 1990 bisher nur in zwei ersten Halbjahren gegeben, und zwar 1991 (minus 1,5 Millionen) und 2002 (minus 1,7 Millionen).

Mit 23,9 Millionen Fluggästen reisten 8 Prozent Passagiere weniger in europäische Zielländer als im ersten Halbjahr 2008. Unter den wichtigsten europäischen Flugreiseländern verzeichneten Frankreich (1,6 Millionen; minus 11,5 Prozent), Österreich (1,3 Millionen; minus 10,0 Prozent) und Italien (2,4 Millionen; minus 9,4 Prozent) die höchsten prozentualen Abnahmen. Der Flugtourismus ins wichtigste Reiseland Spanien (4,7 Millionen) ging um 8,7 Prozent zurück - besonders betroffen waren hierbei die Kanaren (1,1 Millionen; minus 11,9 Prozent).

Die Passagierzahl auf Interkontinentalflügen (7,1 Millionen aus Deutschland) ging um 7,6 Prozent zurück. Nach Amerika (minus 10,6 Prozent) und Asien (minus 6,3 Prozent) reisten jeweils 2,9 beziehungsweise 2,8 Millionen Personen, Afrika war Ziel von 1,4 Millionen Flugreisenden (minus 3,2 Prozent). Ähnlich wie die Zahl der startenden entwickelte sich die der in Deutschland landenden Passagiere: Sie sank um 7,7 Prozent auf 42,2 Millionen.

Parallel zum Nachfrageeinbruch reduzierten die Fluggesellschaften ihre angebotenen Kapazitäten: Die Zahl der Starts ging um 8,6 Prozent auf 509 000 zurück, die der angebotenen Sitze um 4,8 Prozent auf 62,1 Mio. Bei der Luftfracht war das Minus noch größer als bei den Passagieren: Die Einladungen nahmen um 14,8 Prozent und die Ausladungen um 15,7 Prozent ab.

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