Fluggesellschaft auf Partnersuche
Air France-KLM hat bei Alitalia gute Karten

Die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia will bis Monatsende ihren internationalen Partner bekannt geben. Dann "sollten alle Teile des Puzzles passen", sagte der Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi. Die größten Chancen werden Air-France-KLM eingeräumt.

MAILAND.Die Franzosen, die im Frühjahr ihr Übernahmeangebot angesichts politischer Widerstände zurückgezogen hatten, könnten sich auch am Aktienkapital der neu aufgestellten Alitalia beteiligen. Berichte über eine mögliche Mehrheitsbeteiligung von Air France wies Corrado Passera, der Vorstandschef der beratenden Bank Intesa Sanpaolo, dagegen zurück. "Die Beteiligung der Gesellschafter ist mit zehn bis 15 Prozent vorgesehen", sagte Passera am Wochenende. Nach Informationen der französischen Tageszeitung La Tribune hatte Alitalia Air France eine Option angeboten, um die Beteiligung bis zum Jahr 2013 auf eine Mehrheit aufzustocken.

Der Rettungsplan der italienischen Regierung teilt die Fluggesellschaft in zwei Geschäftseinheiten: eine wirtschaftlich gesunde Einheit, an der sich bisher mehr als 20 private Investoren beteiligen wollen und eine so genannte "Bad Company" in der die Schulden und die Verlustbringer des Unternehmens zusammengefasst werden. Diese "Bad Company" bleibt in Staatshand und hat bereits Insolvenz angemeldet. Die Suche nach einem internationalen Partner ist für den verbleibenden Teil von Alitalia entscheidend, da die Fluggesellschaft international nur schwach aufgestellt ist. Spekuliert wird dabei auch weiterhin über eine Allianz mit Lufthansa.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin
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