Fluggesellschaft baut Streckennetz aus
DBA will Nummer eins in Deutschland werden

Die Fluggesellschaft DBA bleibt auf strammem Wachstumskurs. Das Münchener Unternehmen fliegt jetzt mit 29 Maschinen, das sind knapp doppelt so viele Flugzeuge wie noch vor einem Jahr. Zudem vergrößerte die DBA gestern ihr Streckennetz und kündigte weitere Verbindungen an.

HB/jojo MÜNCHEN. Ziel sei es, im innerdeutschen Flugverkehr die Nummer eins zu werden, sagte Aufsichtsratschef und Großaktionär Hans Rudolf Wöhrl. Der Konkurrent des Marktführers Lufthansa befördert nach eigenen Angaben derzeit 40 Prozent aller Fluggäste, die zwischen zwei deutschen Airports unterwegs sind.

Von April bis August flogen 1,65 Millionen Menschen mit der DBA, das sind fast zwei Drittel mehr als im Vorjahr, teilte die Firma gestern mit. Dabei sei die Auslastung der Maschinen deutlich gestiegen, betonte ein Sprecher. Zum Vergleich: Die Kapazität kletterte lediglich um 40 Prozent.

Gestern startete die DBA neue Flugverbindungen zwischen Nürnberg und Hamburg sowie Nürnberg und Berlin. Bald sollen zudem Flüge von Düsseldorf nach Hamburg dazu kommen. Vom 30. Oktober an will die DBA dann bis zu 200 Flüge täglich anbieten. Die Fluggäste müssen für die Tickets allerdings tiefer in die Tasche greifen als bisher: Wegen des hohen Ölpreises erhöht die Fluggesellschaft den Kerosinzuschlag von neun auf zwölf Euro.

Die DBA war Anfang Juli in die Schlagzeilen geraten, als der Unternehmer Hinrich Bischoff seine Anteile an dem Unternehmen zurückgab. Bischoff war erst Mitte März eingestiegen, hatte sich aber mit dem zweiten großen Anteilseigner, Hans Rudolf Wöhrl nicht über die weitere Ausrichtung einigen können. Zuvor hatten DBA und Bischoffs Billiglinie Germania Express (Gexx) ihr Streckennetz zusammengelegt. An dieser Verbindung hat sich durch den Ausstieg Bischoffs nichts geändert. Von den 29 Maschinen der DBA sind 14 von Bischoff. Gestern kündigte Wöhrl an, die Flotte auf bis zu 35 Maschinen auszubauen.

Im vergangenen Jahr hat die DBA erstmals einen Gewinn eingeflogen. Seit Wochen laufen schon Verhandlungen mit den Piloten, um die Personalkosten zu senken. Für die DBA ist dies von entscheidender Bedeutung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Es gebe aber nach wie vor keine Ergebnisse in den Gesprächen, sagte ein Sprecher gestern.

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