Fluggesellschaft tritt nicht Oneworld bei
Lufthansa bei Swiss im Blickpunkt

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss tritt doch nicht wie geplant dem Luftfahrtbündnis Oneworld um British Airways bei. Die Schweizer Regierung drängt nun auf ein Bündnis mit der Deutschen Lufthansa. Zunächst sah man bei der deutschen Airline aber keinen Anlass für Gespräche mit der Swiss.

HB ZÜRICH/FRANKFURT. Die Allianz mit BA sei an der Integration der Vielfliegerprogramme gescheitert, teilte Swiss am Donnerstag mit. „Die erheblichen Kosten und die Nachteile vermögen die mittel- und langfristigen Vorteile nicht auszugleichen.“ Die beiden Fluggesellschaften haben sich Swiss zufolge „über das weitere Vorgehen gütlich geeinigt“. Der Abtausch von acht Landerechten bleibe gültig, teilte BA mit. Das Codesharing bleibe auf der Strecke London Heathrow und Genf für weitere drei Jahre bestehen, falls sich die beiden Unternehmen einigen, so BA weiter.

Swiss und BA hatten im vergangenen Oktober eine strategische Zusammenarbeit beschlossen. Geplant waren mit dem Swiss-Beitritt zu Oneworld gemeinsame Vielfliegerprogramme und gemeinsame Codeshare-Flüge. Spekulationen über ein Scheitern der Beitrittsverhandlungen zu dem Oneworld kursierten schon seit einigen Wochen. Swiss und BA hatten die Integration der Vielfliegerprogramme schwierig genannt.

Nach dem gescheiterten Beitritt der Schweizer Fluggesellschaft zu der Flugallianz Oneworld drängt die Schweizer Regierung auf ein Bündnis mit der Deutschen Lufthansa. Der Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz sprach sich am Donnerstag für einen Schulterschluss der Swiss mit der Lufthansa aus. Dagegen sieht sich das Management der verlustreichen Swiss trotz der finanziell schwierigen Lage nicht unter Zeitdruck. Statt einer Partnerschaft oder einer Fusion strebt Swiss weiterhin den Beitritt zu einer Flugallianz an.

Die Lufthansa äußerte sich am Donnerstag ebenfalls zurückhaltend zu neuen Fusionsverhandlungen, zeigte sich hierzu aber grundsätzlich weiterhin offen. Im vorigen Herbst hatte Swiss nach monatelangen Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit der Lufthansa einer Allianz mit Oneworld den Vorzug gegeben. Ein Beitritt zu dem von Lufthansa geführten Firmenbündnis Star Alliance stand seinerzeit nicht zur Debatte.

„Im Moment ist eine Allianz keine Überlebensfrage“, sagte Swiss-Verwaltungsratspräsident Pieter Bouw am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Der Beitritt zu Oneworld sei an der Frage der Zusammenlegung der Vielfliegerprogramme gescheitert, für die Swiss die verlangten Kosten nicht zahlen wollte. Swiss sei stark genug, um zunächst allein zu bestehen.

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