Fluggesellschaften
Air Berlin mit weniger Passagieren

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat im März weniger Passagiere befördert als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Fluggäste ging um 5,6 Prozent auf gut zwei Millionen zurück. Bei den Erlösen sah es aber besser aus. Air France-KLM trifft es noch härter.

HB FRANKFURT/PARIS. Als Grund nannte Deutschlands zweitgrößte Airline die späten Osterferien, die dieses Jahr in den April fallen und nicht wie im Vorjahr in den März. Damit verreisten im Vormonat weniger Touristen mit Air Berlin.

Die Auslastung der Maschinen ging um 3,7 Prozentpunkte auf 74,1 Prozent zurück, während der Erlöse pro Sitzplatzkilometer um 4,2 Prozent auf 5,45 Cent zulegten.

Auch die Konkurrenz konnte sich der schwächeren Nachfrage nicht entziehen: Der Billigflieger Aer Lingus verbuchte im März einen Passagierrückgang von sieben Prozent auf 835 000. Bei der französisch-niederländischen Air France-KLM schrumpfte die Nachfrage um 9,4 Prozent.

Auch die Fluggesellschaft Air France-KLM hat im März einen kräftigen Einbruch bei den Passagierzahlen erlitten. Die Zahl der Fluggäste sei um 9,8 Prozent auf 5,65 Mio. zurückgegangen. Die Auslastung der Flieger verschlechterte sich um 5,5 Prozentpunkte auf 75,5 Prozent. In Europa zählte Air France-KLM zehn Prozent weniger Fluggäste, in den Verkehrsgebieten Karibik und Indischer Ozean fiel der Rückgang fast doppelt so hoch aus.

Im Luftfrachtgeschäft verbuchte die Gesellschaft lediglich deshalb einen Zuwachs, weil sie in diesem Jahr die Cargo-Sparte von Martinair übernommen hatte. Diese herausgerechnet, brach die Verkehrsleistung um fast ein Fünftel ein. Die Auslastung sank um 7,8 Prozentpunkte auf 61,4 Prozent.

Auch die irische Fluggesellschaft Aer Lingus hat im März weniger Passagiere befördert. Insgesamt seien in dem Monat mit 835 000 Fluggästen sieben Prozent weniger Kunden transportiert worden. Die Auslastung der Maschinen, der sogenannte Sitzladefaktor, lag indes 0,3 Prozent höher bei 75,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Am Montag war Aer-Lingus-Chef Dermot Mannion zurückgetreten. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise hatte die Fluggesellschaft im vergangenen Monat auch für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn vor Steuern ausgeschlossen. Die Konkurrenz durch den Billigflieger Ryanair und die Rezession machen Aer Lingus in Irland schwer zu schaffen.

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