Fluggesellschaften
Air Berlin rutscht tiefer in Verlustzone

Die Fluggesellschaft Air Berlin ist im ersten Quartal tiefer in die Verlustzone gerutscht. Grund: Die Zahl der Passagiere ging um mehr als sechs Prozent zurück. Immerhin konnte Deutschlands zweitgrößte Airline ihren Umsatz steigern.

HB BERLIN. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ist angesichts der Wirtschaftskrise mit einem größeren Verlust ins Jahr gestartet. Von Januar bis März kam unter dem Strich ein Minus von 88,4 Mio. Euro zusammen nach minus 59,6 Mio. Euro im ersten Quartal des Vorjahres, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutschte auf minus 87,3 Mio. Euro ab (Vorjahr: minus 68,6 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr strebt der Vorstand aber weiterhin ein positives EBIT an, das über dem Vorjahresniveau von 14,2 Mio. Euro liegen soll. Rote Zahlen im ersten Quartal sind in der Luftfahrtbranche üblich.

Vorstandschef Joachim Hunold sagte, das schon im vergangenen Jahr gestartete Programm zur Kostenkontrolle und Kapazitätssteuerung trage weiter Früchte. So konnte der Umsatz vor allem wegen höherer Preise um 1,2 Prozent auf 661,2 Mio. Euro gesteigert werden. Dabei legte das Chartergeschäft mit Reiseveranstaltern um 4,6 Prozent zu. Der Ticketverkauf für Einzelplätze im Linienverkehr blieb im ersten Quartal stabil. Die Aktie legte am Mittwoch zu und notierte am Mittag um 3,19 Prozent im Plus bei 4,20 Euro.

Die Passagierzahl ging um 6,2 Prozent auf 5,5 Mio. zurück. Dabei schlug auch zu Buche, dass die aufkommensstarken Ostertage diesmal erst im April lagen und nicht wie im Vorjahr im ersten Quartal. Die Auslastung der Jets sank um 1,8 Prozentpunkte auf 71,5 Prozent. Dabei verbesserte sich die Auslastung auf Langstreckenflügen deutlich auf 90,9 Prozent (Vorjahr: 87,8 Prozent). Auf innerdeutschen Routen gab sie von 67,1 Prozent auf 61,9 Prozent nach.

Hunold sagte, er rechne „Mitte des Sommers“ mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts zur geplanten Allianz und Überkreuzbeteiligung mit der Tui-Flugtochter Tuifly. Verhandlungen über einen Verkauf der eigenen Tochter Leisure Cargo GmbH (Düsseldorf), der zur Verbesserung der Finanzlage angestrebt wird, sollen voraussichtlich in den nächsten vier bis sechs Wochen abgeschlossen sein.

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