Fluggesellschaften
Air France-KLM und Delta machen gemeinsame Sache

Die größte europäische Fluggesellschaft Air France-KLM und der amerikanische Branchenprimus Delta Air Lines legen ihr Nordatlantikgeschäft zusammen. Künftig werden die Flugverbindungen zwischen Nordamerika und Europa/Nordafrika gemeinsam angeboten, wie Air France-KLM in Paris mitteilte. Damit seien 25 Prozent der Nordatlantikflüge in einer Hand. Die Kosten und die Einnahmen würden geteilt.

HB PARIS. Auch die Iberia bleibt draußen, weil die Pläne der Franzosen zur Übernahme der spanischen Fluggesellschaft gescheitert sind. Dagegen ist die von Delta übernommene Northwest Airlines mit im Boot. Das Gemeinschaftsunternehmen nutzt das 2007 geschlossene „Offene-Himmel-Abkommen“ der Europäischen Gemeinschaft mit den USA über die Liberalisierung des Flugverkehrs. Es tritt gegen die Bündnisse um die Lufthansa und British Airways an.

Air France, Delta und Partner kommen gemeinsam auf einen Umsatz von zwölf Mrd. Dollar (9,3 Mrd. Euro) im Nordatlantikgeschäft. Das Bündnis bietet täglich mehr als 200 Transatlantikflüge mit 50 000 Sitzen an. Eingeschlossen in die Vereinbarung sind die Flüge von Nordamerika nach Tahiti und von Amsterdam nach Indien. Der Vertrag kann nach zehn Jahren mit drei Jahren Vorlauf gekündigt werden. Air France bietet bereits mit Delta gemeinsam Flüge von London in die USA an; KLM fliegt mit Northwest von London nach Nordamerika.

Am Dienstag hatte Air France-KLM bekannt gegeben, dass die Fluglinie erstmals seit der Fusion 2003 Verluste geschrieben hat. Unterm Strich stand unter dem Geschäftsjahr ein Minus von 814 Mio. Euro (Vorjehr: 765 Mio.). Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr wollte Konzernchef Pierre-Henri Gourgeon nicht beziffern. „Wir haben keine Sicht“, sagte er. Die Lage am Markt sei schwierig. Der Konzern senke die Kapazitäten für den Sommerflugplan um 4,4 Prozent und drücke die Kosten. Im laufenden Geschäftsjahr dürften wieder etwa 2600 Stellen wegfallen.

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