Fluggesellschaften
Air France stellt geplanten Alitalia-Kauf infrage

Nach heftigem Gegenwind aus Italien steht die Übernahme der schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia durch den Rivalen Air France-KLM auf der Kippe. „Ja, es stimmt, das Geschäft ist gefährdet“, sagte der Chef von Air France-KLM, Jean-Cyril Spinetta.

HB ROM. Spinetta erklärte am Mittwoch, er werde weder Kritikern aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften deutlich entgegenkommen noch das gesetzte Datum für die Zustimmung über den 31. März hinaus verlängern.

Oppositionsführer Silvio Berlusconi, dem Umfragen einen Sieg bei der Parlamentswahl im April voraussagen, machte indes erneut seine Abneigung gegen die Pläne deutlich. Air France will Alitalia aber nur kaufen, wenn die neue Regierung und die Gewerkschaften zustimmen und Mailands Flughafenbetreiber SEA eine Milliarden-Klage zurückzieht. Nach Angaben aus Rom droht Alitalia ohne frisches Geld binnen Monaten der Bankrott.

Er habe noch Hoffnung, sagte Spinetta in Rom vor Gesprächen mit Gewerkschaftern. Es werde indes keine großen Änderungen seiner Pläne geben. "Jeder weiß, dass der Spielraum zur Nachbesserung nicht vorhanden beziehungsweise extrem gering ist."

Berlusconi erklärte, er hoffe auf einen Rettungsplan italienischer Geschäftsleute für Alitalia. Auch Verbündete des möglicherweise neuen Regierungschefs, der seine politische Machtbasis im industrialisierten Norden Italiens hat, lehnen die geplante Fusion ab, da sie eine Herabstufung des Drehkreuzes Mailand bedeuten würde.

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