Fluggesellschaften
Air France will weiter kürzen

Konsolidieren, Überkapazitäten abbauen: mit diesem Kurs hat Air France sich im ersten Halbjahr vom Minus zu einem mageren Gewinn vorgearbeitet – und will genauso weiter machen. Das trifft vor allem die Beschäftigten.
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ParisDer Lufthansa-Konkurrent Air France-KLM Air France-KLM läutet die nächste Sparrunde ein. Die bisherige Umbau der Fluggesellschaft habe zwar Erfolge gezeigt, doch seien wegen der anhaltend schwachen Konjunktur in Europa weitere Maßnahmen zur Kostensenkung nötig, teilte der französisch-niederländische Lufthansa-Rivale am Freitag mit.

Insbesondere im Fracht- und Mittelstrecken-Geschäft gehe die Sanierung zu langsam voran. Über konkrete Schritte will der neue Konzernchef Alexandre de Juniac im Herbst informieren. An der Pariser Börse kam der forcierte Sparkurs gut an: Die Air-France-Titel legten zwei Prozent zu.

Die Airline hat bereits viel unternommen, um angesichts hoher Treibstoffkosten und eines operativen Verlustes von 300 Millionen Euro im vorigen Jahr wieder durchzustarten. Gut 5100 Jobs fielen weg, daneben wurde Löhne der Angestellten neu ausgehandelt und das Streckennetz ausgedünnt.

Einer zentralen Pfeiler der Sanierung ist die Gründung des Billigfliegers Hop, mit dem der Konzern im harten Preiskampf mit Ryanair und Easyjet wieder an Boden gewinnen will. Erzrivale Lufthansa geht da noch weiter und überträgt viele seiner Deutschland- und Europa-Strecken auf die Billigtochter Germanwings. Im Frachtgeschäft leiden beide Airlines unter der Konjunkturabkühlung in China.

Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um gut ein Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Der operative Gewinn summierte sich auf magere 79 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen aber noch rote Zahlen geschrieben. Niedrigere Personal- und Kerosinkosten sorgten für die Wende. Im zweiten Halbjahr rechnet Air France mit weiteren Verbesserungen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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