Fluggesellschaften
British Airways rechnet mit Jahresverlust

British Airways sagt wegen steigender Kosten und des schwachen Pfund Sterling einen operativen Verlust von rund 160 Millionen Euro für das Geschäftsjahr zum 31. März voraus. Die Aktie des Unternehmens verlor zeitweise mehr als zehn Prozent.

LONDON. Eine Gewinnwarnung von British Airways setzte gestern ein weiteres Fragezeichen hinter die geplante Fusion mit der spanischen Fluggesellschaft Iberia. BA sagte wegen steigender Kosten und des schwachen Pfund Sterling einen operativen Verlust von 150 Mio. Pfund (159 Mio. Euro) für das Geschäftsjahr zum 31. März voraus. Daraufhin schmierte die Aktie des Unternehmens zeitweise mehr als zehn Prozent ab.

Damit ist BA nun an der Börse mit gut 1,5 Mrd. Pfund mehr als 100 Mio. Euro weniger wert als Iberia. Als die beiden Fluggesellschaften im Juli 2008 eine Fusion vereinbarten, sah es noch so aus, als ob BA zwei Drittel an der neu zu gründenden Holding beider Firmen halten würde. Inzwischen könnte nach Börsenwert Iberia die Führungsrolle beanspruchen. Doch BA-Chef Willie Walsh stellte jüngst klar, dass das auf keinen Fall in Frage komme. Am Rande einer Indien-Reise sagte er, dass seine Aktionäre einer Fusion auf Basis der aktuellen Börsenbewertungen wohl kaum zustimmen würden. Damit droht nach dem Scheitern der Gespräche mit der australischen Qantas der nächste Rückschlag für Walshs Versuch, eine globale Fluggesellschaft zu schaffen.

BA rechnet nun mit einem operativen Verlust von 50 Mio. Pfund im dritten Quartal, für das es am 6. Februar die Bilanz vorlegen will. Die schwache Entwicklung im Januar und der Ausblick auf Februar und März ließen schon jetzt erkennen, dass für das Gesamtjahr ein Verlust von 150 Mio. Pfund zu erwarten sei, hieß es. Während Europas Marktführer Air France-KLM vor kurzem seine Umsatzprognose nach unten korrigierte, rechnet BA nach wie vor mit vier Prozent Wachstum im laufenden Geschäftsjahr. Auch die Treibstoffkosten seien unverändert, doch die sonstigen Kosten sieht BA jetzt um acht statt fünf Prozent steigen. Das liege an der ungünstigen Wechselkursentwicklung, hieß es.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%