Fluggesellschaften
Cook will Condor mit Germanwings und Tuifly fusionieren

Im deutschen Markt für Ferienflüge kommt es möglicherweise zu einer massiven Konzentration.

HB FRANKFURT. Derzeit verhandeln die beiden Tourismuskonzerne Thomas Cook und Tui sowie der Lufthansa - Ableger Germanwings über eine Fusion des deutschen Fluggeschäfts, erklärte die Thomas-Cook-Gruppe am Donnerstag in einer Mitteilung.

"Bisher wurden jedoch keine Konditionen vereinbart. Es ist daher nicht gesagt, dass die Verhandlungen zu einer Transaktion führen werden", hieß es in der Mitteilung. In Medien war zudem spekuliert worden, dass auch die Lufthansa-Beteiligung Eurowings in einem solchen Bündnis aufgehen könnte.

Zu Thomas Cook gehört die Fluggesellschaft Condor, an der die Lufthansa bereits 25 Prozent hält. Ein Verkauf von Condor an Air Berlin war zuvor gescheitert. Europas größter Tourismuskonzern TUI ist mit seiner Tochter TUIfly im Fluggeschäft aktiv.

Die Bemühungen um eine Konsolidierung der Luftfahrt kamen bisher nicht voran. Seit fast einem Jahr verhandeln Lufthansa und Tui ohne greifbares Ergebnis über ein Zusammengehen der Eurowings-Tochter Germanwings und Tuifly. Kürzlich erklärte Peter Long, Chef der in London notierten Tui Travel, die Verhandlungen könnten dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen werden. Lufthansa kommentierte das zwar nicht, doch Unternehmenskreise sagten, dass Long nicht nur Zweckoptimismus geäußert hatte.

Branchenexperten waren sich aber da schon einig darin, dass aus der ursprünglichen Zweierlösung Germanwings/Tuifly ein auch schon früher diskutiertes Dreierbündnis unter Beteiligung der Condor werden müsste. An ihr ist Lufthansa mit 25 Prozent beteiligt; mehrheitlich gehört sie Thomas Cook. Der wollte Condor eigentlich an Air Berlin verkaufen, die nach Lufthansa zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft.

Doch Cook und Air Berlin verabschiedeten sich im Juli von dem Plan. Die Gründe dafür waren Kartellamts-Bedenken und wachsende Nöte der Air Berlin, die vor dem Hintergrund der hohen Kerosinpreise bei der Übernahme der Ferienfluggesellschaft LTU in Turbulenzen geraten war. Am Kartellamt, so jetzt ein Air-Berlin-Sprecher, würde sicher auch das anvisierte Viererbündnis scheitern.

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